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Informationen zur Zeitumstellung der Uhren auf die Sommerzeit am Wochenende

Dokument: Berlin, 25.03.2011 14:19 Uhr (redaktion)

Eine Stunde vor oder eine Stunde zurück. Jedes Jahr die gleiche Frage: Am Sonntag, den 27. März 2011, um 2 Uhr morgens endet in diesem Jahr die Winterzeit. Dann wird die Uhr um eine Stunde, auf 3 Uhr Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ), vorgestellt. Die Sommerzeit gilt bis 30. Oktober 2011.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist für das gesetzliche Messwesen und damit auch für die gesetzliche Zeit zuständig. Im Geschäftsbereich des BMWi ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) angesiedelt, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Metrologie durchführt (Metrologie ist die Lehre von Maßen, Gewichten und Maßsystemen). Bis 1967 war die Sekunde als Bruchteil eines vergleichsweise langen Zeitintervalls zwischen zwei vermeintlich periodisch wiederkehrenden astronomischen Ereignissen (früher der Sonnenhöchststand, später dann der Durchgang der Sonne durch den Frühlingspunkt ihrer Bahn) definiert.

Hintergrund
Heute ist über eine atomare Eigenschaft des Elements Caesium-133 eine wesentlich genauere Bestimmung der Sekunde möglich: Bei der fortschrittlichsten Atomuhr der PTB, der Caesium-Fontänenuhr CSF2, muss man zum Beispiel fünfzig Jahre warten, bevor sie auch nur um eine Millionstel Sekunde von der "idealen" Sekunde abgewichen ist. Etwa 300 Atomuhren in über 60 Zeitinstituten der Welt (darunter die der PTB) bestimmen heute die Sekunde mit Hilfe der Resonanzschwingung des Cäsium-133-Isotops als maßgebliche Zeiteinheit und tragen so zur Bestimmung der Weltzeit (UTC) bei. Da die Weltzeit UTC auf Greenwich in London bezogen ist, also auf die Zeitzone westlich von Deutschland, ergibt sich die für unser Land maßgebliche mitteleuropäische Zeit somit durch Hinzufügen einer Stunde (MEZ) bzw. zweier Stunden für die Dauer der Sommerzeit (MESZ).

Fragen zur Zeit beantwortet die Physikalisch I-Technische Bundesanstalt (PTB) auf ihren Internetseiten.

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
(Foto: Simone Hainz;PIXELIO)

 
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