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Die besten Arbeitgeber im Mittelstand mit Familienorientierung

Dokument: Überlingen, 29.10.2011 19:06 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Die Initiative "Top Job" stellt Unternehmen im Mittelstand vor, die im Bereich "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" ihre Angestellten besonders unterstützen. Diese Betriebe gehören zu den besten Arbeitgebern im Mittelstand 2011.

Die Unternehmen wurde im Rahmen des Benchmarkingprojektes „Top Job“ vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen unter anderem zum Thema Familienorientierung befragt.

Die TANNER AG hat ein eigenes „Kinderhaus“. Ein Kindergarten oder eine Krippe sind für ein Unternehmen dieser Größenordnung eher ungewöhnlich – aber hilfreich, wenn knapp 50 % der Belegschaft weiblich sind. Nachwuchs nimmt auch im Kernbereich der Bayern einen großen Platz ein: Damit der „technischen Dokumentation“ selbiger nicht ausgeht, hat sich das Unternehmen der Initiative „Haus der kleinen Forscher“ am Stammsitz Lindau angeschlossen. In dieses Projekt, das die Begeisterung der Jüngsten für technische und naturwissenschaftliche Phänomene fördern will, sind etliche Mitarbeiter eingebunden: Die Homepage haben beispielsweise TANNER-Auszubildende erstellt. Andere Kollegen übernehmen Patenschaften und führen im internen Kinderhaus oder in anderen Kindergärten gemeinsam mit den Kleinen Experimente durch.

Sparkasse Hanau: Die Möglichkeit einer individuellen Arbeitszeitgestaltung erleichtert das Arbeitsleben erheblich. Momentan gibt es im Hause 16 verschiedene Teilzeitmodelle, die von Eltern auch gerne genutzt werden: In den vergangenen 24 Monaten haben insgesamt 14 Väter eine kurzzeitige Elternzeit in Anspruch genommen. Der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen auch Telearbeitsplätze, mit denen Arbeiten von zu Hause aus erledigt werden können, wobei das Diensthandy eine ständige Erreichbarkeit garantiert. Und wer sich seinem Nachwuchs noch intensiver widmen will, kann auch einen Langzeiturlaub antreten. Ein Angebot, das von jungen Eltern genutzt wird, aber schon auch mal für längere Auslandsaufenthalte oder für den Hausbau in Anspruch genommen wird.

Die abat AG trumpft vor allem mit flexiblen Arbeitszeiten auf. Willkommen ist bei den viel reisenden SAP-Beratern zum Beispiel die Vier-Tage-Woche, die den Mitarbeitern ein langes Wochenende zu Hause ermöglicht. Überhaupt ist man im Betrieb offen für die unterschiedlichsten Arbeitszeitmodelle, und die Einrichtung von Homeoffices ist selbstverständlich. Wer aktuell kein Projekt bearbeitet, kann sogar mal ein paar Tage zu Hause bleiben. Viele Mitarbeiter finden sich an ihren freien Tagen trotzdem in der Firma ein – zum Kaffeetrinken und Plaudern, einfach, weil sie gern mit ihrer „Familie“ zusammen sind.

Bei dem IT-Unternehmen Tisoware ist es gang und gäbe, Arbeitszeiten und -abläufe bei Bedarf an familiäre Gegebenheiten anzupassen. Sei es durch spätere Anfangszeiten, die teilweise Arbeit im Homeoffice, das Versetzen vom Außen- in den Innendienst oder in Einzelfällen sogar durch das Gründen einer neuen Geschäftsstelle nach dem Umzug eines Kollegen. Und da die Schulferien länger sind als der normale Sommerurlaub eines Erwachsenen, sponsert die Firma für die Kinder der Beschäftigten verschiedene Ferienprogramme: etwa eine Trainingswoche Fechten oder einen Ökokurs in einem Umweltbildungszentrum.

Die Initiatoren:
Die compamedia GmbH, 1993 gegründet, organisiert Benchmarkingprojekte für den Mittelstand. Vom Standort in Überlingen (Bodensee) aus arbeiten die 20 Mitarbeiter daran, mit den bundesweiten Unternehmensvergleichen „Top Job“, „Top 100“, „Top Consultant“ und „Ethics in Business“ Unternehmen zu prämieren und zu begleiten, die auf den Gebieten Personalmanagement, Innovation, Beratung und gesellschaftliche Unternehmensverantwortung Hervorragendes leisten.

(Quelle: compamedia GmbH)

 
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