Berlin/Köln, 21.12.2011 10:50 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Das DIW-Konjunkturbarometer (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V.) zeigt aktuell einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 0,2 Prozent an und signalisiert damit im Dezember unverändert eine deutliche Eintrübung der Konjunktur.
"Vor allem in der Industrie stehen die Zeichen auf Abschwung“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. "Ursache für die Nachfrageschwäche dürfte zu einem großen Teil die Zurückhaltung aufgrund der Krise im Euroraum sein“, so Fichtner weiter.
Eine dauerhafte Schwäche der deutschen Konjunktur sieht das DIW Berlin derzeit aber nicht. „Sobald die Unsicherheit bei den Unternehmen und Verbrauchern nachlässt, können Nachholeffekte durchaus wieder für kräftige Zuwächse der deutschen Wirtschaft sorgen“, machte Fichtner Hoffnung auf eine Belebung im späteren Verlauf des kommenden Jahres. „Damit die Menschen wieder zuversichtlicher in die Zukunft schauen, darf die Krise im Euroraum aber nicht mehr zu lange anhalten“, so Fichtner weiter. „Sonst schlägt sich die Konjunkturschwäche in steigender Arbeitslosigkeit nieder – und das ist dann erst recht Gift für die Nachfrage“, warnte Fichtner.
(Quelle: DIW Berlin)