Hamburg/Hannover, 30.12.2011 11:45 Uhr (Finanzredaktion)
Die Börsen Hamburg und Hannover können auf einen bewegendes Jahr 2011 zurück blicken. Vor allem die Mittelstandsbörse Deutschland und der Handel mit Anteilen an offenen Immobilienfonds waren ein Erfolg.
Begonnen hatte das Jahr der Börsen Hamburg und Hannover mit einem neuen Angebot. Die Anfang 2011 gestartete Mittelstandsbörse Deutschland der Börsen Hamburg und Hannover konnte sich im ersten Jahr gut behaupten. Zwei Unternehmen platzierten Anleihen in dem neuen Handelssegment zur Unternehmensfinanzierung, das Mittelständlern einen neuen Weg zu Investoren bereitet. In der zweiten Jahreshälfte 2011 ging an der Börse Hannover die jüngste Innovation, der Fondsservice, an den Start. Das in Deutschland bisher einmalige Angebot erlaubt es Anlegern, Fonds zum Rücknahmepreis über die Börse zu erwerben und eröffnet ihnen damit einen besonders günstigen Weg für den Kauf von Investmentfondsanteilen.
Mit dem Ende 2002 gestarteten Fondshandel konnten die Börsen Hamburg und Hannover nicht nur ihre Marktstellung behaupten. Im Laufe der vergangenen Monate hat sich die Börse Hamburg zu dem zentralen Handelsplatz für den Kauf und Verkauf von Anteilen an (eingefrorenen) offenen Immobilienfonds entwickelt. Den Jahreshöchststand erreichten die Umsätze mit mehr als 200 Mio. Euro im August, bevor die Stimmung an den Märkten sich allgemein verschlechterte. Auf Jahressicht sind unter den Top 10 nach Umsatz an der Börse Hamburg sieben offene Immobilienfonds, bei denen die Anteilsrücknahme ausgesetzt ist, sowie ein solcher Immobiliendachfonds. Insgesamt entfiel auf den Fondshandel ein Umsatz in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro.
Der Handelsumsatz am Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland beläuft sich für das Jahr 2011 auf rund 145 Millionen Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2010: 162,5 Millionen Euro) geringer ausgefallen. Die Anzahl der Vermittlungen konnte aber um rund 17 Prozent von knapp 3.000 auf 3.500 gesteigert werden. Rund 70 Prozent der Trades wurden von privaten Käufern getätigt. Auch beim Umsatz haben Privatanleger aufgeholt, denn rund 50 Prozent des gesamten Umsatzes wurden von ihnen getätigt. "Diese Entwicklung ist trotz des leicht gesunkenen Jahresumsatzes sehr erfreulich. Die Zahl der Trades ist weiter gestiegen. Und erstmals in der Geschichte der Fondsbörse Deutschland haben private Käufer nicht nur bei den Vermittlungen die Nase vorn", sagt Dr. Thomas Ledermann. "Sie sind auch beim Umsatz gleichauf mit institutionellen Investoren." Auch die Bandbreite der gehandelten Fonds ist größer geworden. Zum Jahresende sind 4.999 geschlossene Fonds an der Fondsbörse Deutschland gelistet. Es konnten Anteile an 817 verschiedenen Fondsgesellschaften vermittelt werden (im Vergleich zu 762 im Jahr zuvor).
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(Quelle: Börsen Hamburg und Hannover)