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Wirtschaftsförderer setzen Social Media für das Marketing ein

Dokument: Wernigerode, 26.11.2012 13:04 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Eine Studie der Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH), beschäftigt sich mit dem Einsatz von Social Media wie Facebook und Xing bei Wirtschaftsförderungen in Deutschland.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Großteil der befragten Wirtschaftsförderer bereits positive Erfahrungen mit Social Media Aktivitäten gesammelt hat. Dennoch herrscht große Ungewissheit darüber, was z. B. die (datenschutz-)rechtlichen Rahmenbedingungen der Plattformbetreiber oder konkrete Kosten-Nutzen-Effekte beim Einsatz von Social Media betrifft.

Dass soziale Medien eine direkte Kommunikation und Interkation mit dem Adressaten ermöglichen, hat bereits ein Großteil (44 Prozent) der befragten Wirtschaftsförderer erkannt und stuft Social Media für die eigenen Marketingaktivitäten als wichtig bzw. sehr wichtig ein.

Details:
Insgesamt bewerten die befragten Wirtschaftsförderer den bisherigen Erfolg ihrer realisierten Social Media Aktivitäten als eher positiv. Meistgenutzte Plattformen sind dabei soziale Netzwerke (86%), allen voran Facebook und XING. Auch Videoplattformen (28%), Microblogs (19%) und Diskussionsforen (18%) spielen bei der Nutzung eine wichtige Rolle. Über diese Kanäle sollten vor allem Veranstaltungen (83%), Standortinformationen (80%) und Tourismusinformationen (54%) publiziert werden.

Als Chancen bei der Nutzung sozialer Medien gab ein Großteil (65%) der Befragten die Außenwirkung der eigenen Institution sowie die Aktualität (63%), die Reichweite (53%) und die Schnelligkeit (51%) des Mediums an. Problematisch sind hingegen der zeitliche Mehraufwand (70%), eine mögliche Informationsflut (54%), der Datenschutz (45%) und zusätzliches Personal (38%).

Die Umsetzung von Social Media Marketing in Wirtschaftsförderungen ist stark von der Größe, den verfolgten Zielen und den finanziellen Mitteln der jeweiligen Institution abhängig. Prinzipiell sprachen sich die Befragten für eine interne Organisation aus. Eine bestmögliche Umsetzung könnte allerdings auch Verbindungen zu (anderen) Ämtern (49%) und/oder externen Beratern (56%) sicherstellen.

Hochschule Harz
André Göbel und Nadine Reichert zusammen mit Dekan Prof. Dr. Jürgen Stember vom Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz.

Aus den Befragungsergebnissen leiten die Autoren Nadine Reichert und André Göbel vom Halberstädter Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz folgende Handlungsimpulse für die kommunale Wirtschaftsförderung ab: Aktivitäten in sozialen Netzen können nur ein begleitendes Element zur Kommunikations- und Servicestrategie der Wirtschaftsförderung und der Kommune darstellen.

(Quelle: Hochschule Harz)

 
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