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Bevölkerungsumfrage Hamburg: Vertrauen in Politik und Finanzen nimmt ab

Dokument: Hamburg, 27.06.2013 11:24 Uhr (Finanzredaktion)

Bei der vom Forschungslabor der Fakultät Wirtschafts-und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg durchgeführte Befragung kam u.a. heraus: Nur ein Drittel vertrauen den privaten Banken, wobei gut zwei Drittel den Sparkassen und Volksbanken vertrauen. Lesen Sie mehr Ergebnisse.

Die anhaltende Eurokrise mindert das Vertrauen in Finanzinstitutionen. So vertrauen weniger als die Hälfte der Befragten (47 Prozent) der Europäischen Zentralbank. Noch weniger, nämlich nur ein Drittel der Befragten (33 Prozent) vertraut den privaten Geschäftsbanken. Sparkassen und Volksbanken können sich positiv absetzen, ihnen vertrauen zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten.

Politik
Je weiter entfernt eine politische Institution von Hamburg ist, desto geringer ist das Vertrauen in sie. Dem Europäischen Parlament vertrauen so nur etwa die Hälfe der Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt (52 Prozent), beim Bundestag sind es bereits fast zwei Drittel (65 Prozent). Den wichtigsten Institutionen der Stadt vertrauen dagegen fast drei Viertel der Befragten, nämlich 75 Prozent bei der Bürgerschaft 74 Prozent beim Senat.

Wahlabsichten der Hamburgerinnen und Hamburger
Wenn gegenwärtig die Bürgerschaft neu gewählt würde, könnte die SPD ihre absolute Mehrheit verlieren. 43 Prozent der Befragten würden der Senatspartei ihre Stimmen geben, das ist ein Verlust von rund 5 Prouent gegenüber der Wahl von 2011. Die CDU steht weiter bei ca. 21 Prozent und damit beinahe unverändert beim letzten Wahlergebnis. Die Grünen würden sich mit momentan rund 18 Prozent deutlich gegenüber der Wahl 2011 (11 Prozent) verbessern. Leicht zulegen würde auch die Linkspartei mit einem Stimmanteil von ca. 8 Prozent (6,4 Prozent bei der letzten Wahl). Die FDP müsste die frisch erworbenen Sitze in der Bürgerschaft wohl wieder abgeben, sie käme nur auf 4 Prozent der Stimmen gegenüber 6,7 Prozent bei der letzten Wahl. Die Piratenpartei käme ebenfalls auf 4 Prozent (2,1 Prozent im Jahre 2011), die NPD auf 0 Prozent.

Hintergrund
Für den Hamburg-BUS (Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften) werden Daten in regelmäßigen Abständen zu Einstellungen, Verhalten und Sozialstruktur der Hamburger Bevölkerung erhoben. In telefonischen Interviews wird eine Stichprobe von circa 700 Einwohnerinnen und Einwohnern der Metropole, die 16 Jahre oder älter sind, befragt. Diese Stichprobe wird mit einem Zufallsverfahren für die Bestimmung von Telefonnummern festgelegt. Aufgrund dieser Zufallsauswahl können die Antworten der Befragten als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung Hamburgs angesehen werden.

Die kompletten Ergebnisse als pdf-Dokument gibt es hier: http://www.wiso.uni-hamburg.de

(Quelle: Fakultät Wirtschafts-und Sozialwissenschaften Institut für Politikwissenschaft)

 
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