Hamburg, 16.07.2013 10:58 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Eine aktuelle Studie von Steria Mummert Consulting zeigt die Sorge deutscher Unternehmen um Datenschutzprobleme bei Outsourcing-Vorhaben. Im Branchenvergleich haben Banken und Versicherungen die meisten Sorgen um Datensicherheit beim Near- oder Offshoring.
Outsourcing, also die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an externe oder interne Dienstleister, ist eigentlich ein äußerst populäres Mittel, Geschäftsprozesse zu rationalisieren und komplexe Organisationen zu reduzieren. Ein hoher Anteil der Unternehmen in Deutschland sieht diese Firmenstrategie aber aufgrund von Datenschutzbedenken als problematisch an.
"Eine diffuse Angst vor Datendiebstahl bei Auslagerungen war schon immer vorhanden und ist durch die aktuellen Ereignisse nachvollziehbar geworden“, sagt Daniel Just, Outsourcing-Experte von Steria Mummert Consulting. Denn wenn Rechenzentren im eigenen Gebäude betrieben werden, droht wenig Gefahr. Erst bei einer Übertragung der Daten über Netzknoten an einen Offshore-Standort oder auch nur innerhalb derselben Stadt, besteht die Gefahr des Mitlesens oder Abgreifens.
Größere Unternehmen haben vergleichsweise weniger Bedenken bei der Auslagerung in das benachbarte Ausland (Nearshoring) sowie nach Übersee (Offshoring), denn internationale Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten gehört zu ihrem Geschäftsmodell. Allerdings haben auch die größten Unternehmen (mehr als 5000 Mitarbeiter) die größten Datenschutzbedenken.
Große Vorbehalte hat das Verarbeitende Gewerbe (81 Prozent). "Produktspionage ist eine latente Gefahr für die Industrie“, sagt Daniel Just, Leiter der Outsourcing-Studie.
Die Studie kann bei Steria Mummert Consulting bestellt werden: http://www.steria.com
(Quelle: Steria Mummert Consulting)