London/Düsseldorf, 25.12.2013 18:59 Uhr (Frank Schulz)
China schafft den Sprung in die Top 10 der weltweit attraktivsten Länder für Fusionen und Übernahmen (M&A). Das M&A Research Centre der Cass Business School hat sich im jährlich herausgegebenen Bericht 131 Länder näher angeschaut.
China rückt in der Rangliste der attraktivsten Standorte für M&A-Transaktionen 2013, die von der Cass Business School, der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der City University London, veröffentlicht wurde, einen Platz vor auf Rang 10.
Die Platzierungen basieren auf der Analyse des regulatorischen und politischen Umfeld des Landes, seiner Infrastruktur und Anlagen, seiner technologischen Leistungsfähigkeit sowie auf wirtschaftlichen und finanziellen Faktoren und sozioökonomischen Merkmalen.
Professor Scott Moeller, Leiter des M&A Reseach Centre von Cass, erklärte: „Für viele ist der Aufstieg Chinas zu einem attraktiven Standort für M&A-Transaktionen sicher keine Überraschung, die jüngste Ausgabe der M&A-Rangliste belegt jedoch diese Entwicklung. Der Aufwärtstrend Chinas in den vergangenen fünf Jahren liegt hauptsächlich in seiner Entwicklung zu einem Land mit technologischer Kompetenz und einem sehr hohen Maß an Innovation sowie Hochtechnologie-Exporten begründet, die sich mit vielen der weiter entwickelten Märkte messen können.“
Die USA sind weiterhin Spitzenreiter der Rangliste, gefolgt von Südkorea, Singapur, Großbritannien und Hongkong. Die anderen Top-10-Länder sind Deutschland, Kanada, Frankreich, Niederlande und China.
Mit Chinas Aufstieg wurde Japan zum ersten Mal aus den Top 10 auf Platz 11 verdrängt. Unter den Top-10-Ländern büßte auch Kanada zwei Plätze ein und sank auf Rang 7.
Hongkong setzte seinen Aufwärtstrend fort und rückte zwei Plätze vor auf Rang 5. Südkorea und Singapur konnten Platz 2 und Platz 3 behaupten, sodass jetzt vier Länder in Asien zu den Top-10-Standorten für M&A-Transaktionen zählen.
Südafrika ist eines der Länder mit dem schnellsten Aufwärtstrend und rückte in der Top-50-Länderliste 2013 um vier Plätze auf Rang 42 vor. Auch Kenia und Mosambik kletterten in der Rangliste nach oben, sodass Afrika auf gute M&A-Transaktionen in 2014 hoffen darf.
Kolumbien, Malaysia, Kasachstan und die Vereinigten Arabischen Emirate festigten ihren Anspruch als Wachstumsmärkte der Zukunft, indem sie großen Zuwächse aus den Vorjahren halten konnten.
Malaysia ist eines der Länder mit dem höchsten Aufwärtstrend, es kletterte in den letzten fünf Jahren 9 Plätze nach oben und belegt jetzt Platz 15. Die Vereinigten Arabischen Emirate rückten im gleichen Zeitraum acht Plätze vor und sind nun auf Platz 19 zu finden.
Kasachstan konnte innerhalb von fünf Jahren ebenfalls neun Plätze gutmachen. In der diesjährigen Rangliste belegt es unverändert Platz 39. Kolumbien ist mit 15 Plätzen das Land, das über einen Zeitraum von 5 Jahren die meisten Plätze nach oben klettern konnte, obwohl es in der diesjährigen Tabelle einen Platz einbüßte.
Europäische Länder litten weiterhin unter den Folgen der Finanzkrise. Zypern, Island und Irland sanken jeweils einen Platz in der Rangliste nach unten. Sie haben in den letzten fünf Jahren jeweils 7, 16 und 8 Plätze eingebüßt.
Der Bericht belegt auch, dass die M&A-Aktivitäten in den Schwellenländern, die 2010 den Spitzenwert von 40 Prozent erzielten, in 2013 auf 37 Prozent des Gesamtvolumens an weltweit angekündigten Transaktionen zurückgegangen ist.
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Cass gehört zu den Top Ten der Hochschulen für Wirtschaft, Management und Finanzen in Großbritannien und 90 Prozent ihrer Forschungsergebnisse sind international signifikant. Cass ist ein Ort, an dem Studenten, Wissenschaftler, Industrieexperten, Wirtschaftsführer und politische Entscheidungsträger einander bereichern können.
(Quelle: Noir sur Blanc)
(Artikelfoto: wolfgang sussitz / pixelio.de )