Düsseldorf/Berlin, 28.03.2014 10:27 Uhr (Frank Schulz)
Es wird nach wie vor über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA debattiert. Was bedeutet TTIP eigentlich genau? EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft ist ein Projekt zur Förderung von Start-ups im Mittelstand. Und wenn es daneben geht, entsteht mit rehype.it ein Internet-Marktplatz für gescheiterte Start-ups.
Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA.
Das Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP). Worum geht es hierbei? Es handelt sich um Regelungen zwischen der EU und den USA hinsichtlich Zölle und andere Handelsbarrieren im transatlantischen Handel. Ziel ist eine stärkere Öffnung der Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks. Zudem sollen Einschränkungen für kommerzielle Dienstleistungen verringert, Investitionssicherheit und Wettbewerbsgleichheit verbessert und der Zugang zu öffentlichen Aufträgen auf allen staatlichen Ebenen vereinfacht werden.
Eine gute Informationsseite befindet sich beim BMWi: www.bmwi.de
Förderung innovativer Start-ups
Vorstellung des Gründerprogramms "EXIST - Existenzgründungen aus der Wissenschaft." Absolventen einer Hochschule können künftig statt 2.000 Euro im Monat ein Gründerstipendium von 2.500 Euro monatlich erhalten. Darüber hinaus werden die Mittel für Investitionen beim EXIST-Gründerstipendium und beim EXIST-Forschungstransfer deutlich angehoben. So soll der Zuschuss für Investitionen für Gründerteams im Rahmen von EXIST-Forschungstransfers von heute 70.000 auf bis zu 250.000 Euro verdreifacht werden. Gerade für die jungen innovativen Start-ups aus den Bereichen Cleantech und Energie kann damit dem höheren Mittelbedarf zum Bau von Demonstrationsanlagen und Prototypen Rechnung getragen werden.
Mehr Infos zu EXIST: www.exist.de
EXIST-Beispiel Alexander Goldmaier, Geschäftsführer der AUTARCON GmbH.
Marktplatz für insolvente Startups
Unter der Webadresse rehype.it soll bald ein Projekt für gescheiterte Unternehmensgründungen entstehen. Nach dem Motto "Gib' deinem Projekt eine zweite Chance – mit rehype.it" haben Unternehmer auf dem Portal die Möglichkeit sogenannte Assets zu verkaufen. Assets können beispielsweise Brands, Domains oder Quellcodes sein. Auch der Verkauf kompletter Unternehmen über rehype.it ist möglich.
"Zu scheitern ist in Deutschland ein absolutes Tabuthema. Doch durch das Scheitern kann man auch wachsen. Und fast immer wird vergessen, dass der Misserfolg eines Projekts ganz unterschiedliche Ursachen haben kann.", so Katharina Lewald, Kommunikationsmanagerin bei rehype.it.
Verbesserung des Finanzierungszugangs für KMU
Die EU-Kommission hat einige Vorschläge zur Ankurbelung der Kreditvergabe an kleine- und mittlere Unternehmen vorgestellt: Es soll die Schaffung eines liquiden und transparenten Sekundärmarkts für Unternehmensanleihen, die Neubelebung der Verbriefungsmärkte unter angemessener Berücksichtigung der Risiken und der Wesensunterschiede dieser Produkte und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für gedeckte Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen in der EU umgesetzt werden.
Zum Thema Crowdfunding schlägt die EU-Kommission vor: Die Entwicklung eines Gütezeichens zu erleichtern, Entwicklung von Crowdfunding-Märkten sowie einschlägiger nationaler Rechtsvorschriften eingehend zu überwachen, Hemmnisse ermitteln, die angegangen werden müssten, um die Entwicklung des Crowdfunding zu unterstützen.
Maßnahmen zum Theme Europa 2020 im Überblick: http://ec.europa.eu
(Quellen: BMWi, EU-Kommission, rehype.it)