Rheinland, 03.09.2015 10:35 Uhr (Frank Schulz)
Wenn viele Unterstützer vergleichsweise kleine Summen geben, kommt insgesamt ein großer Betrag zusammen. Als relativ junge Finanzierungsform hat Crowdfunding so schon viele Projekte ermöglicht - insbesondere im kulturellen und kreativen Bereich.
Was ist Crowdfunding eigentlich?
Bei vielen Menschen Kapital für Projekte einsammeln - der Begriff „Crowdfunding“ bringt diese aus den USA stammende Idee auf den Punkt. Ins Deutsche übersetzt, bedeutet „Crowd“ so viel wie „Ansammlung“ und „Funding“ bezeichnet das Aufbringen von Mitteln. Hierzulande spricht man deshalb auch von Schwarmfinanzierung.
Heute suchen längst nicht mehr nur Künstler, Spiele-Entwickler und Filmemacher auf diesem Weg finanzielle Unterstützung, sondern auch Start-ups und mittelständische Betriebe. Immer mehr Macher entdecken die Vorteile des Crowdfunding. Sie stellen ihr Projekt vor, gewinnen Unterstützer und bauen eine Community auf. So erhalten sie neben Geld auch nutzbringendes Feedback. Die Förderer profitieren ihrerseits von einer Gegenleistung und was für sie oft ebenso wichtig ist: Sie tragen dazu bei, dass neue Ideen Gestalt annehmen!
Crowdfunding-Plattformen existieren in Deutschland erst seit rund fünf Jahren. Bis heute haben sich vier Formen etabliert:
Die Realisierung von Crowdfunding-Projekten erfolgt meist über das Internet. Denn das Netz bietet besonders vielfältige Möglichkeiten, innovative Konzepte zu entwickeln, innerhalb kürzester Zeit mit zahlreichen Menschen zu teilen und bei ihnen um die erforderlichen Finanzmittel zu werben.
1. Geeignete Plattform aussuchen: Relevante Kriterien sind unter anderem das Thema bzw. die Branche sowie die Ausrichtung (regional, national oder international).
2. Seine Idee packend darstellen: Das Projekt, dessen Ziele und die Motivation der Macher sollten aussagekräftig vorgestellt werden. Es gilt, die zuvor genau bestimmte Zielgruppe zu faszinieren – zum Beispiel durch ein emotionales Video. Wichtig: unbedingt authentisch bleiben!
3. Richtige Mindestsumme definieren: Die Zielsumme sollte hinreichend hoch angesetzt sein, um die Kosten des Projekts zu decken. Zugleich jedoch niedrig genug, um tatsächlich erreichbar zu sein. Denn sonst fließt gar kein Geld. Es ist üblich, in groben Zügen die geplanten Verwendungszwecke für das Kapital darzulegen.
4. Attraktive Gegenleistung (Reward) festlegen: Häufig erhalten Unterstützer das mit ihrer Hilfe hergestellte Produkt. Bei Projekten ohne haptisches Erzeugnis heißt es: kreativ werden! Hier steht die Gegenleistung idealerweise in direktem Bezug zu der Aktion. Zum Beispiel in Form von Backstage-Karten für das Konzert oder freien Eintritt zur Theater-Premiere.
5. Seine Aktion bekanntmachen: Es ist harte Arbeit, die Aufmerksamkeit der Masse zu gewinnen. Nicht nur das eigene Netzwerk sollte dafür aktiviert werden. Auch die Nutzung reichweitenstarker Social-Media-Kanäle und kontinuierliche Pressearbeit steigern die Erfolgsaussichten. Der intensive Dialog mit den Unterstützern kann helfen, die Präsentation der Idee stetig weiter zu optimieren.
(Quelle: ARAG SE)