Berlin, 22.02.2016 11:39 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Deutsche Unternehmen in Russland plädieren für eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland. 81 Prozent der Unternehmen erwarten einen negativen Trend für 2016.
Die AHK hatte insgesamt 152 in Russland ansässige deutsche Unternehmen gefragt, wie sie die Situation des Gastlandes, ihre eigene Geschäftsentwicklung und die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen bewerten. In diesem Jahr standen zudem Fragen nach der Eurasischen Wirtschaftsunion und der künftigen außenwirtschaftlichen Orientierung Russlands im Mittelpunkt.
Russland erlebte im Jahr 2015 aufgrund von Ölpreisverfall, Rubel-Abwertung und den westlichen Sanktionen einen massiven Konjunktureinbruch. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte nach ersten Schätzungen der russischen Statistikbehörde um 3,7 Prozent.
Die befragten Unternehmen repräsentieren ein breites Spektrum an Branchen: Mit gut 18 Prozent stammen die meisten beteiligten Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, gefolgt von Bau und Bauwirtschaft, Beratungsdienstleistern (jeweils zehn Prozent), der Land- und Ernährungswirtschaft (neun Prozent), der Chemieindustrie, dem Groß- und Einzelhandel sowie der Automobilindustrie (jeweils acht Prozent). Die befragten Unternehmen stehen für über 131.000 Beschäftigte in Russland und rund 2,8 Millionen Beschäftigte weltweit. Dabei setzten die Unternehmen im 1. Halbjahr 2015 über elf Milliarden Euro in der Russischen Föderation und gut 487 Milliarden Euro weltweit um.
(Quelle: DIHK Berlin)