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BVK e.V. und NRW.BANK stellen Start-up Novihum aus NRW vor

Dokument: Düsseldorf, 21.02.2018 14:26 Uhr (Regionalredaktion)

In Verbindung mit einem Unternehmensbesuch beim Start-up Novihum betonten die Venture Capital Profis vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, der NRW.BANK und Munich Venture Partners die Wichtigkeit einer Wagniskapital-Kultur.

"Nordrhein-Westfalen steckt voller Ideen, die unser Land voranbringen. Venture-Capital-Geber helfen dabei, aus Chancen Erfolge zu machen. Innovative Start-ups wie Novihum, die sich für den Klimaschutz einsetzen, sichern nicht nur unsere wirtschaftliche Zukunft, sondern liefern auch einen Beitrag zur Verbesserung der Ökologie“, sagte Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart am 21. Februar auf seinem Unternehmensbesuch bei Novihum Technologies GmbH in Dortmund. Der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) hatte gemeinsam mit den beiden Gesellschaftern Munich Venture Partners und der NRW.BANK dazu eingeladen.

Novihum Technologie Webscreen

Das Start-up Novihum wurde 2012 mit Wagniskapital gegründet und entwickelt seither eine Technologie zur Humusanreicherung ausgezehrter Böden. Die Forschung an dem Dauerhumusgranulat begann schon im Jahr 2000 an der Technischen Universität Dresden. Heute setzt das mittlerweile 24-köpfige Team das Produkt in Deutschland, Spanien, den USA und Kanada ein.

"Wir möchten überall dort, wo die Böden durch hochtechnisierte Bearbeitung oder klimabedingt ertragsarm sind, die Bodenqualität deutlich verbessern und uns auch auf Zukunftsmärkte wie Urban Farming konzentrieren. Um zu wachsen, waren wir von Anfang an auf die Unterstützung durch Wagniskapital angewiesen und haben mit Munich Venture Partners, dem amerikanischen Unternehmen Cultivian Sandbox, der NRW.BANK und weiteren Investoren Partner an unserer Seite, die unsere Strategie unterstützen und uns mit ihrer Expertise und ihrem Netzwerk zur Seite stehen“, zeigt sich Dr. André Moreira, CEO bei Novihum, von der Zusammenarbeit überzeugt.

Stimmen der Venture Capital Geber

Dr. Rolf Nagel, Managing Partner bei Munich Venture Partners, hat das Unternehmen seit der Gründung mit Kapital und Know-how gefördert: „Statt ein Auto ins Weltall zu transportieren, kümmert sich Novihum ganz bodenständig um diese Erde, die weltweit von Bodenerosion, Wüstenbildung und Emissionen bedroht wird. Statt Braunkohle zu verbrennen, veredelt Novihum diesen wertvollen Naturstoff erstmals in effizienter Massenproduktion zu nachhaltigem Dauerhumus. Millionen von Städten und Milliarden von Hektar werden in den kommenden Jahren dank dieser nachhaltigen Methode begrünt bzw. aufgeforstet, dabei Milliarden Tonnen von CO2 gespeichert. Deutschland ist das Saudi-Arabien der Braunkohle: kein Land produziert mehr. Novihum macht mehr daraus. Deshalb haben wir hier investiert. Willkommen zur innovativen Novihum, Europas sinnvollste Unternehmung!“

Im Jahr 2015 stieg die NRW.BANK ebenfalls mit einer Beteiligung bei dem Start-up ein. „Innovative Unternehmen zu fördern und damit den Standort NRW nach vorne zu bringen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben als Förderbank für Nordrhein-Westfalen“, sagt NRW.BANK-Vorstandsmitglied Michael Stölting. „Bei Novihum hat uns insbesondere das nachhaltige Produktionsverfahren überzeugt, das eine alternative Verwendung der heimischen Braunkohle ermöglicht. Wir sehen aufgrund der hohen technologischen Reife hier weltweit großes Marktpotential, weil neben einer Bodenverbesserung auch gleichzeitig Ertragssteigerungen im Agrarsektor erzielt werden können.“ Die Finanzierung von Novihum zeige außerdem, dass auch die Möglichkeiten an Eigenkapital zu kommen durchaus ein Ansiedlungsfaktor für Unternehmen sei, so Stölting weiter. Schließlich habe nicht nur der Standortvorteil aufgrund der Nähe zur Braunkohle zur Verlagerung des Unternehmenssitzes nach NRW beigetragen, sondern auch die Verfügbarkeit von Venture Capital.

Dass Jungunternehmen in Deutschland auf Venture Capital angewiesen sind, um sich erfolgreich zu etablieren und entsprechend zu wachsen, weiß Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK. „Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen, um noch mehr Investoren für deutsches Venture Capital zu mobilisieren. Das gilt insbesondere für die Anschlussfinanzierung: Start-ups entstehen hierzulande mit Wagniskapital, aber sobald sie größer werden und expandieren möchten, fehlt ihnen dafür oftmals das entsprechende Kapital. Es gibt zu wenige Wagniskapitalgeber, die Investitionssummen ab fünf Millionen Euro aufwärts stemmen können. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, ist auch die Politik gefragt. Anreizmodelle wie etwa der „Zukunftsfonds Deutschland“ schaffen für institutionelle Investoren bessere Investitionsmöglichkeiten in Venture Capital und helfen damit auch den Wirtschaftsstandort zukunftsfähig zu machen.“

(Quelle: NRW.BANK Kommunikation)

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