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Wissen: Was steckt eigentlich hinter Wohn-Riester

Dokument: Frankfurt/Main, 07.11.2008 12:04 Uhr (redaktion)

Unter „Wohn-Riester“ – auch Eigenheimrente genannt – versteht man die staatlich geförderte Altersvorsorge zum Erwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie.

Anders als bei einer normalen Rente fließen dem Sparer aber nach Erreichen der vertraglich festgelegten Altersgrenze keine Geldbeträge zu, sondern seine Vorsorge zahlt sich als Mietersparnis aus. Denn der Sparer hat ja in der Ansparphase seines Vertrages Wohneigentum erworben, wodurch er als Rentner mietfrei wohnen kann.

Angeboten werden unterschiedliche Arten von Wohn-Riester-Produkten. Berechtigte Personen können einen Bausparvertrag oder einen klassischen Baudarlehensvertrag abschließen. Daneben gibt es die Möglichkeit, bereits angespartes Riester-Vermögen jederzeit für den nachfolgenden Kauf oder erst zu Rentenbeginn für die Entschuldung einer bereits erworbenen Immobilie zu verwenden. Die Förderung von Wohn-Riester entspricht dabei derjenigen von klassischen Riester-Produkten. Die Sparbeträge sowie die staatliche Zulage fließen beim Wohn-Riester aber in die Tilgung. In welcher Form dies geschieht – zum Beispiel als Sondertilgung – muss jeweils mit der Bank vereinbart werden. Obwohl keine Rente ausgezahlt wird, erfolgt wie bei klassischen Riester-Produkten im Rentenalter eine nachgelagerte Besteuerung des geförderten Vermögens inklusive einer jährlichen Verzinsung von 2 %.

Sparer sollten sich in jedem Fall beraten lassen und in Ruhe prüfen, welches Altersvorsorge-Produkt am besten in die eigene Lebensplanung passt.

Lesen Sie hier Hintergründe zu Wohn-Riester.

(Mit Dank an den Bankenverband)
(Foto: photocase)

 
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