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Reform der Erbschaftsteuer: Verunsicherung im Mittelstand steigt

Dokument: Berlin, 27.10.2008 11:14 Uhr (redaktion)

Die geplante Reform der Erbschaftsteuer wird immer häufiger als Hemmnis für eine erfolgreiche Fortführung des Familienunternehmens gesehen.

27 Prozent der Senior-Unternehmer - und damit acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr befürchten jetzt, dass die Erbschaftsteuer der Fortführung ihres Betriebes im Wege steht.

Das belegt der aktuelle DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge. Viele Senior-Unternehmer erwägen demnach den Verkauf ihres Unternehmens oder sogar dessen Zerschlagung.

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun: "Wir brauchen eine Reform der Erbschaftsteuer, die den Generationswechsel in unseren Familienunternehmen erleichtert. In den letzten Jahren waren es gerade die Familienunternehmen, die hierzulande investiert und besonders viele Arbeitsplätze geschaffen haben."

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Die Suche nach einem Nachfolger außerhalb der Familie wird schwerer. 39 Prozent der Senior-Unternehmer fanden auf eigene Faust 2007 keinen passenden Nachfolger – 2006 waren es noch 34 Prozent. Nach IHK-Erfahrungen veranlasste die gute wirtschaftliche Situation im Jahr 2007 viele Senior-Unternehmer, ihren Betrieb noch eine Weile fortzuführen. Zudem sind die Chancen für potenzielle Nachfolger auf eine gut dotierte abhängige Beschäftigung hoch. Diese wird dem Risiko einer Unternehmensübernahme oft vorgezogen. Auch langfristig erwartet der DIHK, dass sich das Nachfolgeproblem im Mittelstand verschärfen wird – schon auf Grund der demografischen Entwicklung wird es weniger potenzielle Nachfolger geben.

 
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