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ING DiBa Finanzausblick: Das ändert sich 2014 bei Steuern und Finanzen

Dokument: Berlin/Frankfurt am Main, 08.01.2014 14:26 Uhr (Finanzredaktion)

Die Böller sind verschossen und jeder zweite gute Vorsatz für 2014 wird gebrochen. Was bringt Bankkunden und Steuerzahlern das neue Jahr 2014? Der Erwerb von Silbermünzen wird zukünftig mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt. Aber der Fiskus lässt diesmal auch mal mehr in Geldbeuteln übrig.

Grundfreibetrag: Im neuen Jahr lässt der Fiskus vom Einkommen mehr übrig. Der Grundfreibetrag, auf den keine Steuer zu zahlen ist, wird von 8.130 Euro um 224 Euro auf 8.354 Euro erhöht. Gleichzeitig sind Beiträge zur Rentenversicherung stärker absetzbar. Dies führe "zu einer spürbaren Entlastung insbesondere von kleineren und mittleren Einkommen", teilt das Bundesfinanzministerium mit.

Grunderwerbsteuer: Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erhöhen die Grunderwerbsteuer, die beim Erwerb eines Grundstücks anfällt, um bis zu 1,5 Prozentpunkte. Bundesweiter Spitzenreiter ist dann Schleswig-Holstein mit einem Satz von 6,5 Prozent. Je nach Kaufpreis der Immobilie können dadurch zusätzliche Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro anfallen. Immobilienexperten raten deshalb: Wer schon in einem der vier Bundesländer ein Objekt gefunden und die Finanzierung gesichert hat, sollte möglichst noch in diesem Jahr den Kaufvertrag unterschreiben, um dem Finanzamt nicht unnötig viel Geld überlassen zu müssen.

Mehrwertsteuer: Beim Kauf von Silbermünzen wie etwa dem "Maple Leaf Silber" waren bislang nur 7 Prozent Mehrwertsteuer zu zahlen. Nun muss die Bundesregierung eine EU-Vorgabe umsetzen. Der Satz steigt deshalb 2014 auf 19 Prozent.

Sozialversicherung: Sozialabgaben werden bis zu einer Einkommensobergrenze, der Beitragsbemessungsgrenze, erhoben. Diese steigen im neuen Jahr in der Renten- und Arbeitslosenversicherung in Westdeutschland von monatlich 5.800 (in Ostdeutschland: 4.900) auf 5.950 (5.000) sowie bundesweit in der Kranken- und Pflegeversicherung von 3.937,50 auf 4.050 Euro. Dies trifft vor allem Gutverdiener: Bleiben die Beitragssätze in der Sozialversicherung konstant, muss ein westdeutscher Arbeitnehmer mit einem Bruttoverdienst von zum Beispiel 6.000 Euro pro Monat insgesamt etwa 26 Euro mehr an Sozialabgaben leisten.

(Quelle: Bankenverband/ING DiBa)
(Artikelbild: Andrea Damm / pixelio.de)

 
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