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Kryptogeld - der Hype um das digitale Zahlungsmittel

Dokument: Düsseldorf, 13.03.2019 15:32 Uhr (Finanzredaktion)

Keine staatliche Einmischung in Geldgeschäfte - keine Banken, die Kontrolle ausüben. Ebendies ist die Zielsetzung, die sich zahlreiche Informatiker setzten, als sie die Kryptowährung entwickelten.

Ein Bezahlsystem soll ohne den Einfluss von Finanzinstituten funktionieren. Dies war der Plan, als das Zahlungsmittel Bitcoin seinen Aufschwung in der Welt der Kryptowährungen erlebte. Die Vorsilbe "Krypto“ bezieht sich hierbei auf das Teilgebiet der Informatik, in welchem die Verschlüsselung von geheimen Daten behandelt wird.

Nach einer leichten Flaute der Kryptowährung in den letzten Monaten können Anleger nun aufatmen. Der Handel sowie das Anlegen in digitale Zahlungsmittel kann wieder von Gewinnen gekrönt werden. Da keine Finanzinstitute Einfluss auf die Arbeit mit dem digitalen Geld nehmen konnten, stieg die Angst vor einem Missbrauch der Währung. Doch nun sind diese Sicherheitslücken des Bitcoins durch die Blockchain-Methode ersetzt worden.

Bitcoin ist nicht das Non-Plus-Ultra

In den letzten Jahren konnte der Name „Bitcoin“ in Zeitschriften, Online Newspaper und auf Internetseiten gelesen werden. Selbst im TV sprachen die verschiedensten Nachrichtensender von dem plötzlichen Hype, der um die digitale Währung entstanden ist. Dies ist mit dem langfristigen Wachstum des Kurses zu begründen. Innerhalb weniger Jahre stieg der Wert der unsichtbaren Währung rasant an. Doch damit einher ging das gesteigerte Interesse. Das Transaktionsvolumen des Bitcoins schoss ungebremst in die Höhe, sodass die Gebühren hierfür ebenso stark anstiegen. Daher müssen sich nun viele Investoren nach einer Alternative umsehen.

Nicht nur Bitcoin kann optimal als Anlagemöglichkeit genutzt werden. Weitere Kryptowährungen stellen Litecoin, Ether oder DASH dar.

Ether - der größte Konkurrent des Bitcoins

Ether ist die Abkürzung für den Begriff Ethereum. Die Währung erfreut sich seit einigen Jahren eines starken Kurswachstums, weswegen immer mehr Investoren ein Auge auf sie geworfen haben. Bei dieser Form der digitalen Zahlungsmittel handelt es sich um eine Blockchain, die dazu dient, Smart Contracts auszuführen.

Zunächst einmal zum Begriff der Blockchain: Es handelt sich hierbei um eine dezentrale Datenbank, da die Datensatzkette bei jedem Beteiligten gespeichert ist. Mehrere Nutzer erarbeiten neue Einträge bzw. Informationen, welche in Form von „Blöcken“ abgespeichert werden. Jeder neue Block ist mit dem vorhergehenden Block gekoppelt, dass seine Informationskette entsteht. Durch ein spezielles Verfahren, welches als „Mining“ bezeichnet wird, kann jeder einzelne Block verifiziert und versiegelt werden. Somit werden die abgespeicherten Informationen unveränderlich abgelegt. Dieses Verfahren soll die Blockchain vor Manipulation schützen.

Diese Blockchains werden beim Ethereum genutzt, um Smart Contract, zu Deutsch Verträge bzw. Transaktionen auszuführen, welche an eine Bedingung geknüpft sind.

Die Besonderheit des Ethers zeigt sich in der Nutzbarkeit der Blockchain. So können eigene Applikationen entwickelt werden, die auf den Blockchains laufen. Durch das Verifizieren und Validieren des Miningprozesses, sind diese laufenden Apps unabschaltbar. Durch diesen Vorteil hat sich eine große Community an Entwicklern gefunden, die auf Ethereum vertrauen.

Sollten Sie keine eigene Applikation per Blockchain starten wollen, bietet das Ethereum dennoch zahlreiche Nutzen für Sie. So laufen Transaktionen schneller ab. Die Kosten hierfür sind im Vergleich zum Bitcoin ebenso deutlich geringer, was eine Investition begünstigt.

Kryptogeld Ethereum Handelsplattformen

Wie können Sie in Ether investieren?

Um Ether kaufen zu können, müssen Sie sich für eine von zwei Methoden entscheiden. Ethereum kann als CFD erworben werden oder in seiner reinen Form. Bei einem CFD handelt es sich um einen „Contract of difference“. Somit investieren Sie nicht in die Kryptowährung selbst, sondern in den Trend, welcher mit ihr einhergeht. Entschieden Sie sich, ob Sie auf einen fallenden oder steigenden Kurs setzen möchten. Mit jedem Schritt, den der Kurs in die von Ihnen vorhergesagte Richtung macht, fahren Sie Gewinne ein. Zu beachten ist jedoch, dass diese Kaufmöglichkeit keine echten Coins einbringt. Somit können Sie den Ether nicht als Zahlungsmittel nutzen.

Sollten Sie den Besitz von digitalen Coins bevorzugen, können Sie echte Ether erwerben. Hierbei erfahren Sie Vorteile durch die Wertentwicklung des Coins. Zudem können Sie den Ether als Zahlungsmittel einsetzen.

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