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Kryptowährungen - Alternative Zahlungsmittel der Zukunft?

Dokument: Düsseldorf, 12.09.2019 13:50 Uhr (Finanzredaktion)

Für viele Kapitalanleger stellt ein Investment in Kryptowährungen inzwischen eine selbstverständliche Ergänzung ihres Portfolios dar. Bitcoin, Ethereum und Co. versprechen hohe Renditen.

Dabei sind sie aber auch hochvolatile Anlagen, denn die Kurse schwanken zum Teil drastisch. Der Grund liegt in der beträchtlichen Wirkung von Angebot und Nachfrage auf eine eher geringe Kryptowährungsmenge. Als Anlageform vielfach akzeptiert, stellt sich zahlreichen Nutzern die Frage, ob Kryptowährungen sich in Zukunft auch als Zahlungsmittel eignen. Facebook ist jüngst auf den Zug aufgesprungen und versucht mit der eigenen Krypto-Variante Libra ein echtes Zahlungsmittel zu etablieren.

Zweifel an den staatlichen Währungen

In den letzten Jahren sind die Zweifel an den staatlichen Währungen gewachsen. Zentralbanken haben weltweit immer mehr Liquidität in den Markt gepumpt. Dadurch konnten vereinzelt Vermögensblasen, etwa im Immobiliensektor, entstehen. Vielen Beobachtern ist der Geldschöpfungsmechanismus suspekt: Geschäftsbanken können bei Kreditvergaben das Geld quasi aus dem Nichts generieren. Unklar bleibt, worin angesichts dessen der immanente Wert von Euro, Dollar und anderen nicht mit Gold gedeckten Währungen besteht.

Vertrauen durch Blockchain-Technologie

Die hinter den Kryptowährungen stehende Blockchain-Technologie dokumentiert fälschungssicher jede Transaktion und übernimmt dezentral die Verwaltung der Daten. Die Technologie macht zentrale Überwachungen überflüssig. Die Blockchain-Technologie konnte daher bei Investoren Vertrauen aufbauen. Ein spekulativ agierender Kapitalanleger benötigt zusätzlich eine verlässliche Handelssoftware, um mit Kryptowährungen sinnvoll traden zu können. Die Bitcoin Trader Erfahrungen, die inzwischen zu diesem Bitcoin Roboter vorliegen, scheinen ein positives Fazit zu erlauben.

Bei Kryptowährungen eingebauter Inflationsschutz

Staatliche Währungen unterliegen einer zum Teil beträchtlichen Inflation. Zeigt sie sich nicht allgemein "im Supermarktregal", so doch in bestimmten Sektoren. Da der Wirtschaftskreislauf auf Schulden beruht, wollen die Zentralbanken durch eine stetige Ausweitung der Geldmenge eine gemäßigte Inflation erzeugen, da ansonsten die Schulden samt Zinsen nicht bedient werden könnten. Die Gesamtmenge zum Beispiel des Bitcoin ist hingegen gedeckelt. Der Algorithmus, mit dessen Hilfe die virtuellen "Münzen" erzeugt werden, sorgt dafür, dass maximal 21 Millionen Bitcoins in Umlauf kommen. Der Endwert ist noch längst nicht erreicht. Aber das energieintensive Schürfen ("Mining") gerät immer kostspieliger. Grundsätzlich verspricht dieses Verfahren Wertstabilität. Schwankungsintensität kennzeichnet gleichwohl noch die Praxis.

Eigenschaften von Zahlungsmitteln

Damit hat Bitcoin aber noch nicht das Stadium erreicht, um als weitverbreitetes Zahlungsmittel akzeptiert zu werden. Gleiches gilt im Übrigen für andere virtuelle Währungen wie Ethereum oder Ripple. Um mit Bitcoin auch Einkäufe geringen Werts schnell, kostengünstig und zuverlässig erledigen zu können, müssen kleinere Stückelungen in einer nur wenig Zeit beanspruchenden Ausführungsgeschwindigkeit transferierbar sein. Erwerb und Verwaltung sollten deutlich kundenfreundlicher und einfacher als heute gestaltet sein. Außerdem wäre es hilfreich, wenn die Nutzer mit mehr Stabilität, also nur gemäßigter Volatilität rechnen könnten, denn zu hohe Schwankungen machen Zahlungen für Sender und Empfänger zu einem Glücksspiel.

Fazit: Libra oder "Etablierte"

Diese Bedingungen dürften nach momentanem Kenntnisstand in näherer Zukunft allenfalls von Libra, der geplanten Kryptowährung eines von Facebook angeführten Firmenkonsortiums, erfüllt werden. Allerdings mangelt es Libra an der Dezentralität anderer Kryptowährungen. Außerdem soll eine Wertsicherung durch Ankopplung an einen Korb staatlicher Währungen erfolgen. Echte Krypto-Freunde betrachten deshalb Libra skeptisch. Daher ist das Spiel, welche virtuellen "Münzen" das Rennen als weitverbreitetes Zahlungsmittel machen werden, noch offen.

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