EUROFORUM Jahrestagung zum Thema Zukunft der Kabel TV Netze
Köln/Düsseldorf, 17.02.2010 17:27 Uhr (redaktion)
Die 16. Euroforum-Jahrestagung "Zukunft der Kabel-TV-Netze" greift Themen rund um Festnetz-, Mobilfunk-und Kabelgesellschaften auf und informiert am 23. und 24. Februar in Köln über aktuelle Trends in der Kabelbranche.
DSL-Anbieter, aber auch Mobilfunker und Kabelnetzbetreiber wollen Breitband für ihre Strategie nutzen. Seit gut zwei Jahren verkaufen Mobilfunkunternehmen Netzwerkzugänge auf UMTS-Basis, die den klassischen Festnetzanschluss ersetzen sollen. Parallel dazu arbeiten Festnetz-, Mobilfunk- und Kabelgesellschaften mit Hochdruck an immer performanteren Netztechnologien: VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line), LTE (Long Term Evolution) und DOCSIS (Data Over Cable Service Interface Specification) sind jeweils die Schlüsseltechniken im Markt für integrierte multimediale Netzdienste der Zukunft.
Themenschwerpunkte sind neben der zunehmenden Konsolidierung in der Kabelbranche Triple Play-Strategien für lokale und regionale Netzbetreiber, die Digitale Dividende sowie die neue Ära durch HD, Hybrid-TV und verbesserte Gerätetechnologien. Experten aus den Bereichen Breitband, Rundfunk und Medien sowie Vertreter aus Unternehmen wie die Deutsche Telekom, KDG, NetCologne, die Tele Columbus Gruppe, Astra, Kabel BW, Eutelsat visAvision, Unitymedia und Sky Deutschland stellen ihre Strategien und Erfahrungen vor. Zu Wort kommen auch der Branchenverband ANGA sowie die Landesanstalt für Medien NRW.
DOCSIS-3.0 - schnelles Internet ohne buddeln
Nachdem einige Kabelunternehmen bereits im letzten Jahr die Geschwindigkeit ihrer Breitband-Internetanschlüsse erhöht hatten, beginnt nun auch bei Kabel Deutschland die Umstellung auf DOCSIS -3.0, die innerhalb der nächsten 18 Monate abgeschlossen sein soll. Durch die Einführung des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 k, so die Kabelnetzbetreiber, könnten sie in Deutschland wesentlich schneller, kosteneffizienter und weiträumiger die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet verwirklichen als DSL-Betreiber. Die Technik erlaube es, die Kabelnetze großflächig für Download-Geschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s vorzubereiten, selbst mehr als 300 MBit/s seien technisch darstellbar. Damit sei das Kabel in der Fläche den DSL-Anbietern um Jahre voraus. Im Gegensatz zum teuren und technisch aufwändigen Glasfaserausbau der DSL-Betreiber seien für die DOCSIS 3.0-Einführung im ersten Schritt weder nennenswerte Eingriffe in Gebäude noch Tiefbauarbeiten erforderlich.
Digitale Dividende soll im April versteigert werden
Die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen einschließlich der sogenannten digitalen Dividende soll der Tageszeitung WELT (9.2.2010) zufolge am 12. April stattfinden. Zielgruppe sind Mobilfunker, die damit ihre Breitband-Ausbaupläne verwirklichen könnten. Doch was den Mobilfunkanbietern helfen und dem Staat hohe Einnahmen bescheren würde, ist den Kabelnetzbetreibern ein Dorn im Auge. Sie könnten durch den mobilen und gleichzeitig auch den leitungsgebundenen (VDSL) Breitbandausbau Kundschaft für ihr ebenfalls in Richtung Breitband ausgerüstetes TV-Netz verlieren. Außerdem, so die Kabelfirmen, werde die TV-, Telefonie- und Internetnutzung im Kabel durch Mobilfunk auf den ex-TV-Frequenzen massiv gestört. Als Grund für die Störung sei ermittelt worden, dass die Empfangsbaugruppen der Fernseher, Set-Top-Boxen und Kabelmodems in dem durch die Digitale Dividende derzeit beschriebenen Frequenzbereich für die gleichzeitige Nutzung durch Mobilfunkdienste nicht ausreichend störfest seien.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
(Quelle: EUROFORUM Deutschland SE)
Weiterführender Link: http://www.euroforum.de
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