Der Service gibt Nutzern neue Funktionen, um ihre Informationen zu kontrollieren. Facebook hat gestern (09.12.2009) bekannt gegeben, dass die mehr als 350 Millionen Nutzer aufgefordert werden, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und zu aktualis Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

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10.12.2009 08:18 Uhr
FACEBOOK UND PRIVATSPHÄRE

Facebook ruft Internetnutzer zur Überprüfung ihrer Privatsphäreneinstellung auf

Hamburg, 10.12.2009 08:18 Uhr (redaktion)

Der Service gibt Nutzern neue Funk­tionen, um ihre Infor­ma­tionen zu kontrol­lieren. Face­book hat gestern (09.12.2009) bekannt gegeben, dass die mehr als 350 Millionen Nutzer aufge­for­dert werden, ihre Privat­sphäre-Einstel­lungen zu über­prüfen und zu aktua­li­sieren.

Laut Facebook ist das einmalig unter den großen Internet Services und damit setze Facebook einen neuen Maßstab für die Kontrolle durch die Nutzer. Zusätzlich stellt Facebook leicht zu bedienende Werkzeuge zur Verfügung, mit denen man die Kontrolle über seine Informationen individuell anpassen kann, je nachdem um was für einen Inhalt es sich handelt, für welche Zielgruppe er bestimmt ist und warum und wann man diesen Inhalt teilen möchte.

Mit den vorgestellten Funktionen setzt Facebook seinen kontinuierlichen Innovationsprozess fort und geht auf die Vorschläge von Nutzern und Experten ein. Es wurden verschiedene Versionen dieser Vorschläge entwickelt und seit Anfang diesen Jahres ausführlich getestet. Die neuen Funktionen beinhalten zusätzliche Kontrollmöglichkeiten für jeden Inhalt den Nutzer teilen, vereinfachte Privatsphäre-Einstellungen, Hilfestellung bei der Auswahl der Einstellungen und umfangreicheres Informationsmaterial zur Privatsphäre und Datenschutz.

Mehr Kontrolle für alle Inhalte
Nutzer aus aller Welt hatten darum gebeten, bei jedem einzelnen Beitrag flexibel einstellen zu können, wer diesen Inhalt sehen kann. Facebooks neue Privatsphäre-Optionen für den sog. 'Publisher' (Herausgeber) - die Funktion, mit der die meisten Inhalte, wie Fotos, Links oder Statusmeldungen gepostet werden - ermöglichen nun genau dies und werden den Nutzern ab heute zur Verfügung gestellt. Direkt beim Verfassen eines Beitrags kann man nun die passende Privatsphäre-Option auswählen. Zum Beispiel möchte jemand einige Beiträge mit allen teilen, wie etwa seine Meinung zu einem neuen Film. In anderen Fällen möchte die gleiche Person aber vielleicht persönlichere Beiträge wie eine neue Telefonnummer oder Bilder ihrer Kinder nur mit einer kleineren Gruppe teilen, wie etwa mit Freunden oder einer angelegten Freundesliste. Durch die Auswahl in einem Drop-Down Menü können Nutzer nun ihre Beiträge flexibel auf bestimmte Zielgruppen zuschneiden. Vereinfachte Privatsphäre-Einstellungen.

Facebooks aktuelles Privatsphäre-Modell dreht sich um die Kategorie "Netzwerke" - Gruppen für Schulen, Unternehmen oder Regionen. Einige regionale Netzwerke wie Australien oder Türkei haben mittlerweile Millionen von Mitgliedern, deshalb verwendet Facebook nun ein individuelleres Kontrollmodell. Die regionalen Netzwerke werden entfernt und durch vier einfache Kontrolloptionen ersetzt, die für alle Nutzer weltweit gelten: Freunde, Freunde von Freunden, alle und benutzerdefiniert.

Ab heute wird Facebook erstmals mehr als 350 Millionen Nutzern ein sog. Übergangswerkzeug (Transition Tool) zur Verfügung stellen - ein übersichtlicher Prozess mit Hilfe eines Assistenten, bei dem man gebeten wird seine Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und zu aktualisieren. Zu Beginn erscheint eine Nachricht, welche die Änderungen erklärt und dann können die Nutzer ihre Einstellungen anpassen. Die Nutzer haben zwei Optionen: Ihre alten Einstellungen beizubehalten oder Empfehlungen von Facebook anzunehmen. Die Empfehlungen sind so gewählt, dass man sich mit anderen Leuten verknüpfen und verantwortungsvoll Informationen teilen kann - genau aus dem Grund meldet man sich bei Facebook ja auch an. Die Empfehlungen ergeben sich daraus, wie die Nutzer vorher Informationen geteilt haben und berücksichtigen die bereits getroffenen, persönlichen Einstellungen hinsichtlich sensibler Informationen. Bei Informationen wie Telefonnummern, die als sensibel betrachtet werden könnten, wird eine restriktive Einstellung empfohlen. Facebook empfiehlt Nutzern, bereits geänderte Einstellungen beizubehalten. Wenn bisher keine Einstellungen der Privatsphäre angepasst wurden, sind Empfehlungen von Facebook voreingestellt. Nutzer können jede Auswahl verändern und müssen alle Einstellungen bestätigen, bevor sie wirksam werden.

Zusätzliche Informationen
Keine Veränderungen oder Einfluss auf das Werbeprogramm: Facebook hat niemals persönliche Informationen an Werbetreibende weitergegeben, außer wenn dies vom Nutzer gewünscht und kontrolliert wurde. Die neuen Tools beeinflussen diese Regeln und Richtlinien nicht. Gemeinsamer Datensatz an "Öffentlichen Informationen": In der letzten Version der Datenschutzrichtlinien aus dem Oktober wurde bereits angekündigt, dass bestimmte, grundlegende Informationen wie der Name des Nutzers, Profilbild, Geschlecht, Wohnort, Freunde und Lieblingsseiten als "Öffentliche Informationen" eingestuft werden. Ein überwältigender Anteil der Nutzer macht diese Informationen bereits heute allen zugänglich. Diese Bezeichnung wurde gewählt, um allen Nutzern zu verdeutlichen, dass diese Informationen auch von anderen eingesehen werden können. Dennoch können sich Nutzer auch weiterhin von der Suche ausnehmen und Kontaktaufnahme von Fremden verhindern. Besonderer Schutz für Minderjährige: Als Teil der heute verkündeten Kontrolloptionen, schränkt Facebook die Sichtbarkeit von Inhalten, die von minderjährigen Nutzern (unter 18) erstellt wurden, ein. Wenn ein Minderjähriger Informationen mit "allen" teilen möchte, können trotzdem nur "Freunde", "Freunde von Freunden" und Mitglieder aus dem Schul- oder Arbeits-Netzwerk diese Inhalte lesen.

(Quelle: Unternehmensangaben)

 

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