Trotz der Doppelbelastung durch die Integration des BHW und der 850 Filialen der Deutschen Post ist die Postbank im Geschäftsjahr 2006 gut vorangekommen. Das Geschäft mit den Kunden ist in nahezu allen Bereichen gewachsen und hat dazu geführt, dass die Bonner Bank im Jahr 2006 das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt hat: Mit einem Gewinn vor Steuern von 941 Millionen Euro konnte sie den Vorjahreswert um 31,6 Prozent übertreffen. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
19.03.2007 08:50 Uhr
POSTBANK: BILANZERGEBNIS

Postbank mit Rekordergebnis und 962.000 neuen Kunden

Bonn, 19.03.2007 08:50 Uhr (redaktion)

Trotz der Doppel­be­las­tung durch die Inte­gra­tion des BHW und der 850 Filialen der Deut­schen Post ist die Post­bank im Geschäfts­jahr 2006 gut voran­ge­kommen. Das Geschäft mit den Kunden ist in nahezu allen Berei­chen gewachsen und hat dazu geführt, dass die Bonner Bank im Jahr 2006 das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt hat: Mit einem Gewinn vor Steuern von 941 Millionen Euro konnte sie den Vorjah­res­wert um 31,6 Prozent über­treffen.

Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann, Vorsitzender des Vorstands der Postbank, sagte am Montag vor Journalisten in Frankfurt: "2006 haben wir erfolgreich eine Herkulesaufgabe gemeistert, die nicht einfach war. Wir haben nicht nur die Integration geschultert. Wir haben fast ,nebenbei' noch unser Geschäft weiterentwickelt und konnten unsere Ergebnisse mehr als planmäßig nach vorne bringen."

Ziel 2007: Eine Million Neukunden
Die Postbank konnte 2006 erneut die Zahl der Neukunden steigern. Mit 962.000 hat sie auch ihr eigenes Ziel von 700.000 deutlich übertroffen. Für das laufende Geschäftsjahr strebt die Bank an, die Grenze von einer Million Neukunden zu knacken.

Alleine 470.000 neue Girokonten konnte die Postbank eröffnen und führte damit zum Jahresende 4,7 Millionen private Girokonten. Im Baufinanzierungsgeschäft konnte die Postbank durch die Übernahme des BHW ihre Marktposition deutlich verbessern und ist dadurch an die Spitze des Marktes gerückt. Der Bestand an Baufinanzierungen wuchs mit knapp 15 Prozent wesentlich schneller als der Gesamtmarkt und lag zum Jahresende bei 62,3 Milliarden Euro. Das selbst vermittelte Neugeschäftsvolumen insgesamt belief sich auf 10,8 Milliarden Euro.

Das Neugeschäft mit Privatkrediten konnte die Bank um 31 Prozent auf über 1,35 Milliarden Euro steigern. Der Bestand an Ratenkrediten lag zum Jahresende bei 2,4 Milliarden Euro, 14,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Postbank konnte auch von der gesteigerten Altersvorsorge in Deutschland profitieren. Im Neugeschäft mit Lebensversicherungen konnte sie die Versicherungssumme um 21,3 Prozent auf 3,13 Milliarden Euro steigern. Hierzu trug insbesondere die Riester-Rente bei, deren Beitragssumme um 157 Prozent von 440 Millionen Euro auf 1,13 Milliarden Euro kletterte.

"Dem Wettbewerb um eine Nasenspitze voraus"
Von Schimmelmann zeigte sich zuversichtlich, dass die Postbank die mittelfristigen Finanzziele erreichen wird. 2008 will sie eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mehr als 20 Prozent und eine Cost Income Ratio im klassischen Bankgeschäft von weniger als 63 Prozent haben. Zusätzlich will sie die Kernkapitalquote im Jahr 2009 auf 7,5 Prozent verbessern.

"Wir haben allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Denn mit unserer Plattform haben wir uns in den letzten Jahren einen Vorsprung erarbeitet, den wir jetzt nutzen können, wo die anderen Banken den Privatkunden wiederentdeckt haben", sagte von Schimmelmann. "Wir sind dem Wettbewerb an einigen Punkten um die entscheidende Nasenspitze voraus."

Wulf von Schimmelmann
Wulf von Schimmelmann

Der Postbank Chef erteilte einem Preiswettbewerb eine Absage: "Die Kunden wissen sehr wohl, wo ihre Bedürfnisse nachhaltig ebenso günstig wie qualitativ hochwertig erfüllt werden. Schnäppchenjäger lassen sich durch attraktive Angebote schnell anlocken. Sie aber zu betriebswirtschaftlich vernünftigen Konditionen zu langfristig guten Kunden zu machen, erfordert eine Kostenstruktur, die das auch zulässt. Andernfalls ist das nächste Schnäppchen einer anderen Bank im Zweifel attraktiver und der Kunde ist weg. Wir werden uns an diesem Schnäppchen-Wettbewerb nicht beteiligen."

Mit Blick auf sein Ausscheiden bei der Postbank am 30. Juni sagte von Schimmelmann: "Ich habe das große Glück, den Zeitpunkt meines Rückzugs selbst bestimmen zu könne. Ich habe es immer als erstrebenswert empfunden, zu gehen, wenn es am schönsten ist und nicht dann, wenn alle anderen es schöner fänden, wenn man ginge." Der Stabwechsel zu Dr. Wolfgang Klein als Vorsitzender des Vorstands der Postbank kann nach den Aussagen von Schimmelmanns in aller Ruhe erfolgen: "Das Haus ist bestellt. Wolfgang Klein wird mit seinem Team die nächste Stufe der Rakete zünden. Und dass sie gezündet werden muss und wird, das steht für mich heute bereits fest."


 

Der Vorstand schlägt für 2006 eine unverändert hohe Dividende in Höhe von 1,25 Euro je Aktie vor.


 


 

Weiterführender Link: www.postbank.de


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