Nachdem am Donnerstag der Übernahmevertrag unterschrieben wurde, steht jetzt auch fest, wer der Käufer ist: Das Schweizer Investmenthaus Cukierman Rasenberger Toschek AG (CRT) führt den Kerzenhersteller Eika in die Zukunft. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
05.05.2008 15:29 Uhr
REGIONEN UND WIRTSCHAFT

Update Eika-Kerzen: Schweizer Investmenthaus übernimmt das Unternehmen

Fulda, 05.05.2008 15:29 Uhr (redaktion)

Nachdem am Donnerstag der Über­nah­me­ver­trag unter­schrieben wurde, steht jetzt auch fest, wer der Käufer ist: Das Schweizer Invest­ment­haus Cukierman Rasen­berger Toschek AG (CRT) führt den Kerzen­her­steller Eika in die Zukunft.

05.05.2008
"Die Produktion soll nun nahtlos fortgeführt werden", sagt Peter Rasenberger, der gemeinsam mit Mark Toschek die Geschäftsführung der zukünftigen Eika GmbH übernimmt. "Die Menschen geben wieder mehr für eine schöne Dekoration ihrer Wohnung aus. Eika ist das Sinnbild für klassische Kerzen und wir glauben, dass Eika mit seinem hochwertigen Image von diesem Trend überproportional profitieren wird", begründet Rasenberger die Kaufentscheidung. Auch die Preisgestaltung werde ein Thema sein. Man wolle lieber weniger, aber dafür hochwertigere und teurere Produkte anbieten.

Bereits seit 2004 sind Rasenberger und Toschek als Gründungspartner der Cukierman Rasenberger Toschek AG (CRT) gemeinsam unternehmerisch aktiv. Finanziert wird die Eika-Übernahme über Rasenberger Toschek International Industry Fund. Dieser verfügt über ein Volumen von rund 100 Millionen Euro und wird vom Investmenthaus CRT mit Sitz in Lausanne, Schweiz, geleitet. Die CRT strebt mit diesem Fonds Beteiligungen an Unternehmen in der Größenordnung bis 100 Millionen Euro Umsatz an. Die Mittel wurden dem Fonds von einer kleinen Gruppe vermögender Unternehmer zur Verfügung gestellt.

22.04.2008
Monatelang lebten die Mitarbeiter des Fuldaer Kerzenherstellers Eika zwischen Hoffen und Bangen. Jetzt steht fest: Die Firma macht dicht. 170 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Firma sei nicht mehr zu retten, teilte der Insolvenzverwalter am Dienstag mit. Ein geeigneter Investor sei nicht gefunden worden. Bereits Ende des Monats soll das Werk geschlossen werden.

Noch im Januar hatte es Hoffnung für die Traditionsfirma aus Fulda gegeben, die für rund 50 Prozent des deutschen Kerzenverkaufs sorgt. Die Agentur für Arbeit hatte die Löhne für die Eika-Angestellten für drei Monate vorfinanziert – damit war Zeit gewonnen, um nach einem Investor zu fahnden. Acht Interessenten aus dem In- und Ausland meldeten sich - und sprangen wieder ab.

Dabei hatte das 1824 gegründete Traditionshaus noch im Dezember 2007 hochfliegende Träume. Ein neues Produkt sollte die Zukunft sichern: eine Kerze, die nicht aus Parafin, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Für das neue Produkt sollte sogar ein neues Werk samt Firmenzentrale gebaut werden. Doch dann ereilten das Unternehmen mitten in der Restrukturierungsphase erhebliche Preissteigerungen. Ein Insolvenzantrag war die Folge.

(Quelle: hr)
(Foto: Eika.de)

 

Weiterführender Link: www.eika.de


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