Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. rät Verbrauchern von der Nutzung der Zahlungsmittel \\\\\\\"Bitcoins\\\\\\\" ab Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
04.06.2011 18:50 Uhr
ERSATZWÄHRUNG BITCOINS

Zahlungsmittel Bitcoins könnte Geldwäsche und Steuerhinterziehung fördern

Düsseldorf, 04.06.2011 18:50 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Der Bundes­ver­band Digi­tale Wirt­schaft (BVDW) e.V. rät Verbrau­chern von der Nutzung der Zahlungs­mittel "Bit­coins" ab. Bitcoins besitzen das Poten­zial, der gesamten Gesell­schaft durch Steu­er­hin­ter­zie­hung, Geld­wä­sche oder ille­galen Geschäften nach­haltig zu schaden.

Bitcoin ist ein sogenanntes "Open Source Projekt". Bitcoin bezeichnet eine internationale Währung, die ohne regulatorische Instanzen auskommt, von daher nicht kontrolliert werden kann und keine Finanzinstitute mehr benötigt.... (Quelle t3n).

Für die Sicherheit der Verbraucher und im Interesse aller Marktteilnehmer empfiehlt der BVDW auf die bewährten Zahlungsmittel und -methoden bei Online-Transaktionen im E-Commerce zu vertrauen.

BVDW-Vizepräsident Christoph N. von Dellingshausen: "Der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V. warnt Verbraucher vor der Nutzung der Zahlungsmittel Bitcoins. Zum einen sind Ausgabe und Kontrolle von Zahlungsmitteln in unserer Gesellschaft eine hoheitliche Aufgabe. Durch die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel wird die notwendige Kontrolle durch den Staat in den Fällen von Steuerhinterziehung oder Geldwäsche unmöglich. Deswegen sind Bitcoins schlichtweg gefährlich und haben das Potenzial, der gesamten Gesellschaft eben durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden.

Wir gehen davon aus, dass 'Ersatzwährungen' wie Bitcoins über kurz oder lang auch durch den Gesetzgeber verboten werden, weil er sich in der Verantwortung sieht, seine Bürger und die Gesellschaft weitreichend zu schützen. Für die Sicherheit und das Wohl der Verbraucher, aber auch im Sinne der Interessen von Händlern und Betreibern von Online-Shops muss ein Regulativ für die Zahlungsmittel existieren. Wir agieren zwar in einer virtuellen Umgebung, aber mit realen Transaktionen. Davon ausgenommen sind natürlich begrenzte Punkte- und Meilensystem oder ähnliche Kundenbindungs-Programme, mit denen eine bezahlungsähnliche Kompensation im begrenzten Maße innerhalb eines Angebots zwischen Nutzer und Serviceanbieter geschieht."

Die reale Wirtschaft darf nicht zum Monopoly-Spiel werden. Der BVDW empfiehlt daher allen Marktteilnehmern, auch weiterhin auf die bewährten Zahlungsmittel bei Online-Transaktionen im E-Commerce oder bei Online-Tauschgeschäften zu vertrauen. Eine Ansammlung von Bitcoins als monetäre Reserve könnte von einem auf den anderen Tag durch den staatlichen Eingriff entwertet werden.

(Quelle: BVDW)

 

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5 Kommentare »
 
14.06.11 07:25 Uhr
myBitcoin.de
Verbot
Hallo,

ich denke dass ein Verbot wenn nur die Serviceanbieter rund um Bitcoin treffen würde. Bitcoin als solches kann man auf Grund der Architektur nicht verbieten.

Allerdings finde ich das Argument der Steuerhinterziehung hinfällig, da wenn man auch Gewinne aus Kapitalerträgen im Ausland erwirtschaftet, diese auch hier bei der Steuererklärung angeben muss / sollte - genau so wie es bei Bitcoin möglich ist.

Daher: Die die Steuerhinterziehung betreiben wollen, machen es egal mit welcher Währung / Produkt, da kann / sollte man nicht Bitcoin für verantwortlich machen.


Grüße,
myBitcoin.de
06.06.11 15:39 Uhr
Autsch
Das bin ich aber mal gespannt
Spannend wäre ja die Frage, wie man ein solches Verbot durch setzen will.
Ansonsten sind die Aussagen in diesem Artikel zum schreien komisch.
05.06.11 13:14 Uhr
Nicki
Ich lach mich weg
Pferdekutscherverband warnt vor Automobil.

Ich lach mich weg, schon wieder so ein Ding!
05.06.11 08:16 Uhr
sebi-rockt
Gerechtere Geldverteilung nicht wilkommen.
Den Artikel finde ich ziemlich gut, wenn man Ihn zwischen den Zeilen ließt, weil er an allen Ecken und Enden zum Nachdenken auffordert.

Der BVDW hält den Bitcoin für geeignet um die Gesellschaft durch unsaubere Geschäfte zu schaden. Prima, damit ist die Grundvoraussetzung für eine neue Währung geschaffen.

... Internationale Währung, die keine Finanzinstitute mehr benötigt...
Das ist natürlich schlimm, wem sollen wir dann bei Totalversagen unsere Millarden in den Hintern stopfen?

...BVDW empfiehlt auf die bewährten Zahlungsmittel und -methoden bei Online-Transaktionen im E-Commerce zu vertrauen...
Gibt es da schon vertrauenswürdige, bewährte?

... Steuerhinterziehung?...
Das ist Grauzone. Ich würde die Bitcoin trotz des Namens nicht als Währung, sondern als digitales Gut sehen, somit währe eine "Bezahlung" ein steuerfreier Tausch und keine Steuerhinterziehung, weil es sich um keine staatlich anerkannte Währung handelt. Dies ist ja richtigerweise eine hoheitliche Aufgabe des Staates.

...Die reale Wirtschaft darf nicht zum Monopoly-Spiel werden. ...
Die reale wirtschaft ist bereits seit längerem nichts anderes mehr als ein Monopoli Spiel. Momentan ist der Eintritt in das Monopoli Casino allerdings nur denen vorbehalten, die sich schon genügend Kapital ergaunert haben. Schön, dass jetzt jeder mitspielen darf.
04.06.11 21:17 Uhr
Zafolo
Durchsichtige Interessen
Die Warnung ist ziemlich durchsichtig, denn im Verband sind Dienste wie Paypal vertreten, die von den bestehenden unsicheren, unpraktischen und teuren Systemen nicht schlecht profitieren.

Dass Bitcoin Open Source Software ist, ist gerade ein Qualitätsmerkmal, denn die Zuverlässigkeit der kryptohgraphischen Prinzipien wurde von vielen vielen Programmierern überprüft und bestätigt. Aufgrund der mehrfachen Signatur von Transaktionen durch ein ganzes Peer-tp-Peer Netzwerk von Rechnern ist eine Fälschung der (übrigens öffentlichen) Transaktionsdaten praktisch ausgeschlossen.

Bitcoin verbindet Vorteile von Überweisung und Bargeld: Es ist gegenüber Firmen relativ anonym, dabei aber schnell und kostenfrei. Da die "Geldmenge" der Einheit letztlich begrenzt ist, ist die Währung inflationssicher. Angst haben muss man davor, wenn man tatsächlich daran glaubt, dass der Dollar als Welthandelswährung demnächst in einer platzenden Hyperinflationsblase verschwindet. Ich wage zu behaupten, dass es dann andere Probleme geben wird.

Durch das verschlüsselte System ergeben sich wahrscheinlich neue Herausforderungen für die Steuererhebung, das ist wahr. Aber Löhne und Gehälter werden ja sowieso versteuert und Unternehmen müssen Bücher führen, daran ändert sich mit digitalen Währungen nichts. Und richtig gut für Kriminelle geeignet ist das Verfahren auch nicht, denn bei einer Beschlagnahmung von Rechnern kann man den Kontaktdaten durchaus nachgehen.

Wären diese Eigenschaften so gefährlich, so hätte man Gold und Bargeld schon lange verbieten müssen.

Was da vor allem höchst gefährdet ist und zu panischen Reaktionen führt, sind die Pfründe von Paypal und Western Union, die keineswegs billig sind, und für Leute die bei Ebay Dinge verkaufen keinerei Sicherheit schaffen.


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