Finanzkrise: Wie steht es mit der Kapitalsicherheit bei Lebensversicherungen? Sicherheit bei ordentlicher Rendite sind Grundeigenschaften der Lebens- und Rentenversicherungen, die sich gerade jetzt als überlegen für die Altersvorsorge erweisen meint der G Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
03.12.2008 09:32 Uhr
KAPITAL UND GELDANLAGE

Finanzkrise: Wie steht es mit der Kapitalsicherheit bei Lebensversicherungen?

Berlin, 03.12.2008 09:32 Uhr (redaktion)

Sicher­heit bei ordent­li­cher Rendite sind Grund­ei­gen­schaften der Lebens-und Renten­ver­si­che­rungen, die sich gerade jetzt als über­legen für die Alters­vor­sorge erweisen meint der Gesamt­ver­band der Deut­schen Versi­cherer.

Wie sicher ist das Produkt „Lebensversicherung“
Die Finanzmarktkrise ist keine Krise der Versicherungen! Produkte, die den Ausbruch der Krise in den USA verursacht haben, sind von den deutschen Versicherungsunternehmen weder im nennenswerten Umfang gekauft, noch garantiert oder versichert worden. Die deutschen Lebensversicherer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Garantieversprechen an die Kunden jederzeit erfüllen zu können. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führt dazu bei den Versicherungsunternehmen laufende Überprüfungen durch, welche Auswirkungen die Finanzmarktkrise und das Engagement einzelner Versicherungsunternehmen bei z.B. Lehmann Brothers, American International Group (AIG), oder Hypo-Real-Estate (HRE) auf die deutschen Versicherer hat. Im Ergebnis erkennt die Finanzaufsicht keine aktuelle Bedrohung für einzelne Versicherungsunternehmen.

Wie sicher legen Versicherungsunternehmen die Beiträge ihrer Kunden an?
Lebensversicherer agieren am Kapitalmarkt als stete und langfristige Anleger. Die Auswahl der Kapitalanlagen erfolgt nach strengen Anlagevorschriften in einer breiten Streuung der Anlagekategorien. Der überwiegende Anteil der Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen wird in sicheren festverzinslichen Anlagen getätigt. Versicherungen sind daher von dem Rückgang an den Aktienmärkten nur eingeschränkt betroffen. Die Aktienquote der deutschen Versicherer liegt im Durchschnitt bei unter acht Prozent. Bei vielen Versicherern ist ein großer Teil der Aktienquote zusätzlich abgesichert. Darüber hinaus legen Versicherungen ihre Kapitalanlagen nach den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgegebenen Anlagegrundsätzen - Sicherheit, Rentabilität, Liquidität, Mischung und Streuung - an. Diese Vorschriften haben sich in der aktuellen Finanzmarktkrise bewährt.

Haben die deutschen Versicherer wegen der Finanzmarktkrise auch ein Liquiditätsproblem wie die Banken?
Nein. Anders als Banken haben Versicherungen kein Liquiditäts- oder Refinanzierungsproblem, da sie laufende Prämien- und Zinseinnahmen haben. Die deutschen Vertragsverhältnisse mit den Versicherungsnehmern sind überwiegend sehr langfristig. Darüber hinaus sind den Versicherungen versicherungsfremde Geschäfte (Kreditgeschäfte, Bankgeschäfte) verboten. Auch aus diesem Grund sind die Versicherungen in Deutschland nicht auf eine Refinanzierung am Kapitalmarkt angewiesen.

Was sicher ist meine Lebensversicherung, wenn ein Versicherungsunternehmen in Schieflage geraten sollte?
Die Versicherungsprämien der Kunden werden in den Unternehmen in gesonderten Sicherungsvermögen geführt. Damit ist das Geld der Kunden sicher geschützt, wenn ein Versicherer in Schieflage geraten sollte, da es nicht in die Konkursmasse einfließen kann. Darüber hinaus sind alle deutschen Lebensversicherer beim gesetzlichen Sicherungsfonds „Protektor AG“ Pflichtmitglied, so dass im Sicherungsfall jeder Lebensversicherungsvertrag gesetzlich geschützt ist. Für den Fall, dass ein deutsches Lebensversicherungsunternehmen in finanzielle Schieflage gerät und seine Geschäfte nicht fortführen kann, springt der gesetzliche Sicherungsfonds ein. Alle betroffenen Lebensversicherungsverträge werden dann auf die Protektor AG übertragen und von ihr fortgeführt. Die Erfüllung der Lebensversicherungsverträge und damit verbundene Garantieversprechen sind daher sicher. Nur im begründeten Ausnahmefall kann die Aufsichtsbehörde BaFin vertraglich garantierte Leistungen aus übernommenen Verträgen um maximal fünf Prozent herabsetzen. Fragen und Antworten zum gesetzlichen Sicherungsfonds finden Sie auf der Website www.protektor-ag.de.

(Quelle: GDV)

 

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