Die Aktienwerte deutscher Banken wie Deutsche Bank oder Commerzbank rauschen in den Keller. Was sind die Hintergründe? Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
11.02.2016 13:03 Uhr
AKTIENWERTE DER BANKEN SCHMELZEN

Klaus Stopp | Banken sitzen auf Zeitbomben - das Dilemma des Geschäftsmodells

Frankfurt/Main, 11.02.2016 13:03 Uhr (Gastautor)

Haben sich die Banken durch staat­liche Auffang­fonds zu sehr in Sicher­heit vermutet? Höhere Erträge könnten Inves­toren beru­higen, doch woher sollen diese kommen?

Was zu Beginn des Jahres noch kein Thema war, wächst sich momentan immer mehr zu einer Krise aus. Die Investoren scheinen das Vertrauen in die Geldhäuser verloren zu haben. Dies drückt sich in den extrem gestiegenen Kosten für Credit Default Swaps aus, die aus Furcht vor einer Pleitewelle in der europäischen Bankenbranche den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren erreichten.

Die Banken sind in der Vergangenheit sicherlich in dem Wissen des staatlichen Sicherheitsnetzes viele Risiken eingegangen, die sie sonst abgelehnt hätten. So ist es nicht verwunderlich, dass z.B. Meldungen zur Kapitalausstattung der Deutschen Bank und zur Schließung der Maple Bank, Frankfurt, massive Kursverluste bei Finanzwerten nach sich zog. Zusätzlich verstärkten Berichte über die Höhe der notleidenden Kredite bei italienischen Banken und Bankenschließungen in Russland diesen Trend.

Bereits fast 70 Institute wurden im vergangenen Jahr in Russland geschlossen und dabei handelt es sich nicht nur um kleinere Banken, sondern durchaus um mittelgroße Institute. In die globalisierte Welt passt in diesem Zusammenhang auch die jüngste Meldung von Hedgefonds-Managern, die in den Banken Chinas eine „über 30 Bill. US-Dollar schwere Zeitbombe“ vermuten. Noch verfügt Chinas Regierung über Währungsreserven von über 3,3 Bill. US-Dollar. Aber da sich diese im vergangenen Monat um fast 100 Mrd. US-Dollar infolge diverser staatlicher Markteingriffe reduzierten, ist die Frage erlaubt, wie lange damit Schaden von der chinesischen Wirtschaft abzuwenden wäre.

Schenkt man unterschiedlichen Recherchen Glauben, dann würden davon ca. 2,7 Bill. US-Dollar benötigt werden, um die chinesische Wirtschaft am Laufen zu halten. Dadurch würde die echte Manövriermasse auf ca. 600 Mrd. US-Dollar schrumpfen. Bei gleichbleibendem Abfluss der Mittel wären diese bereits nach sechs Monaten aufgebraucht und aus dieser Annahme schöpfen Hedgefonds-Manager ihren Mut, gegen China zu wetten.

Somit ist es dringlich, das verlorene Vertrauen der Investoren in die Widerstandsfähigkeit der Banken zurückzugewinnen. Doch dies wird nur über gesteigerte Erträge zu bewerkstelligen sein, was bei der aktuellen Geldpolitik der Notenbanken fast unmöglich ist. Die Institute sind also förmlich gezwungen, sich von unprofitablen Geschäftsfeldern zu trennen bzw. Fusionen voranzutreiben. Ob damit allerdings die Bankenkrise abgewendet werden kann, darf bezweifelt werden. Unterstützung erfährt zumindest die Deutsche Bank durch unseren Finanzminister Wolfgang Schäuble, der sich keine Sorgen um die Deutsche Bank macht. Sein Wort in Gottes Gehörgang!

(Quelle: Baader Bank / Klaus Stopp)

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