Online-Werbung. Nur wer gut gefunden wird, kann auch Umsatz machen. Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern möchten, sind darauf angewiesen leicht und schnell von ihren Kunden gefunden zu werden. Dies gilt insbesondere für die Suche im Internet Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

Mercedes-Benz Bank Festgeld
 
15.07.2009 22:20 Uhr
MARKETING FÜR UNTERNEHMEN

Marketing-Tipp: Bei Google & Co. in der ersten Reihe sitzen

Korschenbroich, 15.07.2009 22:20 Uhr (Mathias Leven)

Nur wer gut gefunden wird, kann auch Umsatz machen. Unter­nehmen, die ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit sichern möchten, sind darauf ange­wiesen leicht und schnell von ihren Kunden gefunden zu werden. Dies gilt insbe­son­dere für die Suche im Internet.

Informationen zum Autor:
Mathias Leven
Mathias Leven ist einer der Gesellschafter der Paul Mertes & Mathias Leven GbR in Korschenbroich.

Wer bei den Suchmaschinen auf den hinteren Rängen landet, hat deutlich schlechtere Karten im Wettbewerb. Daher ist es von größter Wichtigkeit bei Google & Co. eine gute Platzierung auf den vorderen Rängen der Suchergebnisse zu erreichen. Denn nur so kann das eigene Angebot im Internet optimal präsentiert werden. Das Mittel der Wahl zur Verbesserung der eigenen Platzierung heißt Suchmaschinenoptimierung, auf Englisch „Search Engine Optimization“ oder kurz SEO. Was sich zunächst kompliziert anhört, ist in Wahrheit gar nicht so schwer. Schon durch den Einsatz weniger Mittel, lässt sich der eigene Rang in den Suchergebnissen signifikant verbessern. Allerdings sollten alle Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung maßvoll und kontinuierlich eingesetzt werden. Wer am Anfang sehr viel und dann gar nichts mehr tut um seine Position zu verbessern, schadet seinen Zielen mehr als er hilft.

Geheimwissenschaft Suchmaschinenoptimierung
Die Betreiber der Suchmaschinen legen die Kriterien, nach denen sie arbeiten, nicht offen. Wer die Arbeitsweise der Suchmaschinen entschlüsseln möchte, kann diese nur indirekt durch eine lang andauernde Beobachtung der Reaktion der Suchmaschinen auf bestimmte Maßnahmen ermitteln. Dazu kommt, dass das Arbeitsschema der Suchmaschinen fortwährend geändert wird. Dies führt dazu, dass Strategien der Suchmaschinenoptimierung, die noch vor einiger Zeit wirksam waren, schon heute nicht mehr die gewünschten Resultate erbringen. Daher müssen Unternehmen fortwährend aufmerksam sein und ihre Platzierung bei den Suchmaschinen scharf im Auge behalten.

Zwei Wege zu einem Ziel: On-Page-Optimierung und Off-Page-Optimierung
Bei der Suchmaschinenoptimierung werden zwei Grundstrategien angewendet. Die erste Strategie wird als On-Page-Optimierung bezeichnet. Sie umfasst alle Maßnahmen, die die Struktur der Website optimieren. Darunter fallen vor allem die Erstellung des Inhalts der Website sowie der Einbau der so genannten „Keywords“. Keywords sind Schlüssel-Wörter, die mit dem eigenen Unternehmen und seinem Produkt- oder Dienstleistungsspektrum in Verbindung stehen. Bei der Off-Page-Optimierung hingegen werden so genannte „Backlinks“, die auf die eigene Website führen, auf anderen Websites untergebracht. Hier spielt das „Renommee“ der dazu verwendeten Websites eine große Rolle.

Ganz nach vorne mit Backlinks
Wer bei den Suchmaschinen so richtig nach vorne kommen möchte, sollte sich also um Backlinks bemühen. Eine hohe Anzahl an Backlinks aus themenverwandten Bereichen führt zu einer höheren Platzierung bei Google. Google interpretiert Websites mit einer hohen Anzahl an Backlinks als interessant für seine User und stuft solche Seiten deshalb herauf. Wer Backlinks setzt, sollte sich auch um das Setzen von Deeplinks bemühen. Bei den Deeplinks handelt es sich um Backlinks, die auf die Unterseiten der eigenen Website verweisen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um an Backlinks zu gelangen. Eine davon ist die Platzierung von Links in Blogs und Foren. Aber Vorsicht: Wer damit übertreibt, wird als so genannter Spammer nicht nur von den Betreibern der Blogs und Foren ausgeschlossen, auch Google wertet eine übertriebene Anzahl von Backlinks als „Linkspam“ und degradiert die betreffende Website auf einen niedrigeren Rang. Und: Alter macht schön, vor allem bei Google. Je älter eine Internetadresse ist, desto besser. Denn bei Google gibt es eine klare Hierarchie: Etablierte Websites werden als seriöser angesehen, stehen höher im Kurs und haben einen stabileren Rang als relativ neue Websites.

Linktausch – einfach und günstig
Ein weiteres Mittel, um an die begehrten Backlinks zu gelangen, ist der so genannte nichtkommerzielle Linktausch. Dabei werden eigene Links mit denen anderer Websites getauscht. Die Gefahr beim Linktausch besteht in der Qualität der fremden Websites. Wer mit schlechten und unseriösen Websites tauscht, wird dies schnell bereuen: Google stuft dann auch den eigenen Internetauftritt im Ranking zurück.

Linkkauf ist riskant und daher Profisache
Der Kauf von Backlinks ist möglich. Viele Unternehmen steigern so die Platzierung ihrer Website. Allerdings können beim Linkkauf fatale Fehler gemacht werden. Google sind solche Linkverkäufer häufig bekannt. Es könnte daher sein, dass gekaufte Links zu einer Herabstufung der eigenen Website führen. Wer sich über einen kurzen Zeitraum viele Backlinks kauft, ruft bei Google eventuell den Eindruck einer Manipulation hervor und könnte drastisch herabgestuft werden. Der Linkkauf sollte, wenn überhaupt, auf jeden Fall Profis überlassen werden. Amateure können hier durch unbedachtes Einkaufen erheblichen Schaden anrichten.

Kontinuität ist Trumpf
Generell kann man sagen, dass Unternehmen beim Setzen von Backlinks nicht übertreiben sollten. Allerdings sollte man die Platzierung von Backlinks beständig betreiben: Eine überschaubare Anzahl von Backlinks kontinuierlich über einen langen Zeitraum platziert, erbringt die besten Ergebnisse bei der Suchmaschinenoptimierung. Dies hat damit zu tun, dass Google eine Website und die zu ihr führenden Backlinks über einen langen Zeitraum beobachtet. Wenn in diesem Zeitraum kontinuierlich Backlinks zu dieser Website gesetzt werden, wird die betreffende Website von Google als dauerhaft interessant klassifiziert und erhält so eine höhere Wertung. Wird hingen eine Website am Start gewissermaßen überbeworben und erhält sehr viele Backlinks in einem kurzen Zeitraum und kann dann aber dieses Niveau auf Dauer nicht halten, wirkt sich dies sehr ungünstig auf den eigenen Platz in den Suchergebnissen aus, weil Google in einem solchen Fall Manipulationen vermutet.

Suchmaschinen belohnen Flexibilität und Wachstum
Die Website eines Unternehmens sollte regelmäßig verändert und erweitert werden. Dazu gehört, dass neue Links entstehen und vor allem, dass neue Texte auf dieser Seite eingefügt werden. Eine Unternehmenswebsite sollte also regelrecht „leben“ und „wachsen“. Dies wird von den Suchmaschinen, die ja Websites regelmäßig durchsuchen, als Beleg für Aktualität gewertet und folglich mit einer höheren Platzierung belohnt.

Auf den Inhalt kommt es an
Von entscheidender Bedeutung für den Rang einer Unternehmenswebsite ist die redaktionelle Suchmaschinenoptimierung. Durch redaktionelle Suchmaschinenoptimierung wird versucht, viele „gute Inhalte“ auf die Website zu bringen. „Gute Inhalte“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Texte für den Leser interessant sind und mit passenden Schlüsselwörtern, den so genannten Keywords, versehen sind. Die Erstellung dieser Inhalte ist sehr zeitaufwändig und bindet personelle Ressourcen. Der Aufwand lohnt sich aber. Die Anzahl der Backlinks steigt mit dem Interesse der User an der eigenen Website. Was aber unbedingt vermieden werden sollte ist, dass ein und derselbe Text an verschieden Stellen auf der eigenen Website oder an einer anderen Stelle im Internet auftaucht. Dies wird von den Suchmaschinen umgehend mit einer Herabstufung bestraft.

Suchmaschinenmarketing mit Google AdWords
Immer wichtiger für Unternehmen wird das so genannte Suchmaschinenmarketing, auf Englisch „Search Engine Marketing“ oder kurz SEM. Dabei handelt es sich um die Schaltung von kostenpflichtigen Anzeigen mit zum Beispiel Google AdWords. Wer seine Kunden über seine Website gewinnen will, kommt heute eigentlich nicht mehr am Suchmaschinenmarketing vorbei. Allerdings sind die dabei notwendigen Fähigkeiten und Methoden auch bei der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung von größtem Nutzen. Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing spielen sich gewissermaßen gegenseitig die Bälle zu und ergänzen sich perfekt. Google AdWords-Anzeigen werden bei einer Suchanfrage auf Google rechts neben den Ergebnissen einer Suchanfrage gezeigt. Die Anzeigen stehen dabei thematisch mit der Suchanfrage in Verbindung. Wurden zum Beispiel bei einer Suchanfrage über Google Angebote für IT-Fortbildungen gesucht, erscheinen rechts neben den Suchergebnissen die Anzeigen diverser Schulen und Institute. Google AdWords kann einer Suchanfrage sogar lokale Anzeigen zuordnen. Wer zum Beispiel nach IT-Fortbildungen in Düsseldorf sucht, findet bei den AdWords-Anzeigen Angebote aus dieser Stadt.

Der Qualitätsfaktor entscheidet über den Preis und die Platzierung
Der „Clou“ bei der Werbung mit AdWords ist nun, dass es keine fixen Preise für die Anzeigen gibt, sondern, dass die Preise für die Anzeigen auf so genannten Auktionen ermittelt werden. Bei diesen Auktionen entscheidet unter anderem der so genannte „Qualitätsfaktor“ darüber, wie teuer die Anzeigen sind und auf welchem Rang sie angezeigt werden. Das heißt, dass Anzeigen zum selben Thema gewissermaßen gegeneinander antreten, wobei die besseren Anzeigen günstigere Anzeigenpreise auslösen und bessere Platzierungen erzielen. Das Ganze geht sogar so weit, dass Anzeigen, die nicht eine gewisse Mindestqualität erreichen, gar nicht erst angezeigt werden. Der Qualitätsfaktor einer AdWords-Anzeige wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Der wichtigste Faktor ist die so genannte „Klickrate“. Sie beschreibt, wie oft eine bestimmte Anzeige angeklickt wurde. Je höher die Klickrate, desto höher ist der Qualitätsfaktor und desto geringer der Anzeigenpreis. Die Klickrate wiederum ist abhängig vom Interesse, welches der Anzeigentext beim Google-Nutzer weckt. Daher sollte jeder Anzeigentext auf geeignete Keywords hin optimiert werden und eine Handlungsaufforderung beinhalten. Wichtig für den Qualitätsfaktor ist vor allem auch die Gestaltung derjenigen Website, die über die Anzeige angesteuert wird, der so genannten „Landingpage“. Diese sollte alle wichtigen Keywords enthalten, abbilden was die Anzeige ankündigt und schnell zum Ziel führen. Um zu ermitteln, welche Version einer Webseite mehr Kunden bringt, kann man auch mehrere Landingspages erstellen und diese gegeneinander „antreten“ lassen.

Summa Summarum: entscheidende Chancen durch SEO und SEM
Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing werden für Unternehmen immer wichtiger. Einen ansprechenden Internetauftritt zu haben reicht bei weitem nicht mehr aus, um in der Gunst der Interessenten und Kunden zu steigen – wichtig ist vor allem, dass man mit seinem Angebot schnell und problemlos gefunden wird. Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing sind relativ leicht zu betreiben und im Vergleich zu anderen Formen der Unternehmenskommunikation, wie zum Beispiel der Anzeigenschaltung in Zeitungen, relativ günstig. Wer bereits existierende Werbe- oder PR-Texte mit den passenden Keywords anreichert, kann den Aufwand zur Contenterstellung erheblich reduzieren. Die hier vorgestellten Tipps zur Suchmaschinenoptimierung stellen nur einen kleinen Teil der existierenden Möglichkeiten dar. Unternehmen sollten daher nicht zögern die Initiative zu ergreifen und sich schnell mit der Suchmaschinenoptimierung und dem Suchmaschinenmarketing vertraut zu machen. Wer diese Möglichkeiten nutzt, kann über das Internet schnell seinen Kundenstamm erweitern und so seine Umsätze steigern.

Der Autor
Mathias Leven ist Unternehmer, Anwendungsentwickler und zertifizierter Google AdWords Professional. Er studierte an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und absolvierte zuvor eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Leven arbeitete als Anwendungsentwickler für verschiedene IT-Unternehmen, so unter anderem für Pixell Daten & Design, für MAKs Informationssysteme und für Expedia.de.

Weitere Informationen

(Foto: tommyS;PIXELIO)

 

  • Wirtschaft
  • Kommunikation
  • Marketing
 
Artikel »   Drucken Versenden

 


Kommentar schreiben »



Kommentar:
Bei einer Antwort möchte ich per Email benachrichtigt werden an
      meine Emailadresse: (wird nicht veröffentlicht)

Bitte übertragen Sie die dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld:

* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.

 

Weitere Artikel zum Thema:

nach oben
Stichwortsuche (z.b. Finanzierung, Rente, etc.)
Branchen - Märkte - Unternehmer

Matthias Kühn,
Unternehmer auf Mallorca.
Seine "Werke“ sind Immobilien. Wohnungen, Villen, Residenzen, Liegenschaften. Er ist ein erfolgreicher Makler und genialer Bauherr. "Ich höre den Kunden ganz genau zu und merke mir jeden kleinen und großen Wunsch."

» Zum Portrait...

Europa News
Nützliches aus der Praxis
Markt & Meinungen: Aktuelle Artikel
Hotspots -die meist gelesenen Artikel
Hier stellen wir die Artikel auf fmm-magazin.de vor, die Leser am meißten interessiert haben!

Los geht´s...
Finanz-x-press
Abonnieren Sie den Finanzen Markt & Meinungen Newsletter:
 

Die Wissensbox
 
Finanzen Markt & Meinungen - Das Praxismagazin für Finanzthemen
Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

Portalsystem 2010 © SCHULZMedienberatung
Contentservice: Javascript Newsticker für Ihre Internetseite RSS Feed XML 0.9
0,644 Sek.