Das Startup Unternehmen Hemovent aus Aachen erhält u.a. vom Seed Fonds Aachen II einen siebenstelligen Venture Capital Betrag. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
10.02.2016 12:05 Uhr
FINANZIERUNG FÜR STARTUPS

Medizintechnik-Startup Hemovent erhält Venture Capital für ECMO-Technologie

Aachen/Düsseldorf, 10.02.2016 12:05 Uhr (Finanzredaktion)

Eine beacht­liche Venture Capital Basis für das Aachener Start-up Hemo­vent. Inves­toren sind Seed Fonds Aachen II, KfW Banken­gruppe, NRW.Bank, MIG-Invest­ment­fond, WCTI Part­ners Venture Capital Fund sowie der Privatin­vestor und Experte für den ECMO-Markt Prof. Dr. Peter Borges.

Das Start-up Hemovent erhält eine Serie-A-Finanzierung über einen hohen siebenstelligen Betrag. Mit diesem Kapital wollen die Gründer ihr innovatives und portables Herz- und Lungenunterstützungssystem zur Marktreife und CE-Zertifizierung bringen. Ein erster Prototyp existiert und funktioniert erfolgreich.

Hemovent hat eine Maschine entwickelt und patentiert, die die Herz- und Lungenfunktion eines Patienten für die Dauer von einem bis hin zu 30 Tagen übernimmt. Die Technik solcher ECMO-Systeme (Extra Corporal Membrane Oxygenation) kommt in der Intensivmedizin schon seit vielen Jahren zum Einsatz, erfüllt jedoch noch lange nicht alle klinischen Anforderungen. „Jedes Jahr leiden weltweit Millionen Patienten an Herz- oder Lungeninsuffizienz, oft im lebensbedrohlichen Ausmaß“, erklärt der technische Geschäftsführer und Mitgründer Dr. Oliver Marseille. „Schon heute hätten Mediziner mit der ECMO-Technologie die Möglichkeit, diese Leben zu retten, wenn die Technik überall verfügbar wäre.“

Mit dem ECMO-System von Hemovent sind Patienten erstmals mobil, denn es ist um 90 Prozent kleiner als bisherige Maschinen, bei gleicher medizinischer Wirkung. Patienten können so viel einfacher transportiert und auch mobilisiert werden und dadurch weitere notwendige Behandlungen erhalten, die mit heutigen ECMO-Systemen nicht durchführbar sind. Die einfache Hemovent-Lösung ist zudem deutlich kostengünstiger als bisherige ECMO-Systeme.

Gründer der Hemovent GmbH sind Christof Lenz und Dr. Oliver Marseille, die bereits seit zwei Jahren an der Realisierung der Idee zur Entwicklung dieses speziellen ECMO-Gerätes arbeiten.

Dr. Oliver Marseille, technischer Geschäftsführer der Hemovent GmbH weist eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Entwicklung von Medizintechnologie-Produkten auf. So hat er z.B. das weltweit kleinste, implantierbare Herzunterstützungssystem mit entwickelt und international zugelassen. Zuvor war er Leiter Forschung und Entwicklung bei der Medos AG, einem Hersteller von Blut-Pumpen und Oxygenatoren. Er ist Maschinenbauer und hat am Helmholtz Institut in Aachen promoviert. Er wird die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von Hemovent als CTO leiten.

Christof Lenz, kaufmännischer Geschäftsführer der Hemovent GmbH hat bereits mehrere innovative Medizintechnologie-Startups erfolgreich gegründet und geleitet und dort Medizintechnik-Produkte entwickelt. Als studierter Mediziner und Elektro-Ingenieur war er zudem als Innovation Manager für Siemens Healthcare sowie als Partner von BayTech Venture Capital tätig. Neben seiner umfassenden klinischen und Vertriebserfahrung bringt er somit auch kaufmännische Kompetenz mit und dient der Hemovent als CEO.

Für die Hemovent-Lösung bestehen bereits Patente in den USA, Europa und Japan.

Wer steht hinter dem Seed Fonds II Aachen?
Als Nachfolger des ausfinanzierten ersten Seed Fonds Aachen (2007-2011) wurde im März 2012 der Seed Fonds II Aachen aus der Seed-Fonds Initiative der NRW.BANK aufgelegt. Neben der NRW.BANK wird der Seed Fonds II Aachen von der Sparkasse Aachen und der DSA Invest GmbH, hinter der die Aachener DSA Daten- und Systemtechnik GmbH steht, finanziert. Der Seed Fonds II Aachen stellt jungen Unternehmen in der Gründungsphase das notwendige Eigenkapital zur Verfügung und belebt somit die Entwicklung zukunftsorientierter Technologien in der Wirtschaftsregion Aachen. Pro Unternehmen kann der Fonds insgesamt maximal 1 Mio. Euro, mit Co-Investoren bis zu 2 Mio. Euro investieren.

Hinter der operativen Führung des Fonds (FM Fonds-Management für die Region Aachen Beteiligungs-GmbH) stehen die Beteiligungsexperten der S-UBG Gruppe. Die Beteiligungsgesellschaft der Sparkassen im Raum Aachen, Krefeld und Mönchengladbach blickt auf eine über 25-jährige Erfahrung in der Finanzierung von mittelständischen Unternehmen und technologieorientierten Startups zurück.


(Quelle: FM Fonds-Management für die Region Aachen Beteiligungs-GmbH)

 

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