Das höchste Bruttoinlandsprodukt je Einwohner erzielen in Deutschland nicht die Millionenstädte. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
01.08.2013 12:58 Uhr
WIRTSCHAFSMETROPOLEN IN DEUTSCHLAND

Top-Ten der deutschen Wirtschaftszentren - Wolfsburg vor Frankfurt

Köln/Düsseldorf, 01.08.2013 12:58 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Das deut­sche Instiut der deut­schen Wirt­schaft in Köln hat die Wirschafts­leis­tung deut­scher Städte verg­li­chen. Nicht Millio­nen­städte führen beim BIP - es sind durchweg klei­nere Städte.

Es zählt das Brutto­inlandsprodukt (BIP) je Einwohner – und der deutsche Champion kommt aus Niedersachsen. Wolfsburg erreicht mit einer Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung von fast 92.600 Euro den höchsten Wert aller deutschen Städte.

Als Sitz des Stammwerks von Volkswagen profitiert Wolfsburg wie keine zweite Stadt vom Erfolg eines einzigen Unternehmens, wenngleich auch Ingolstadt, die Nummer vier im Ranking, stark von einem Autohersteller abhängig ist, nämlich der VW-Tochter Audi.

Den Bronzerang belegt Schweinfurt, das als industrielles Zentrum Unterfrankens vor allem mit der Wälzlager­industrie und der Autozulieferer­branche Punkte sammelt. Rund 50.000 Beschäftigte zählen die in Schweinfurt ansässigen Betriebe – das entspricht fast der Einwohnerzahl der Stadt. Auch Regensburg ist ein wichtiger Sitz der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie und profitiert von vielen Einpendlern.

IW Köln: BIP deutscher Städte

http://www.iwkoeln.de/de/institut

Von den Großstädten ab 500.000 Einwohnern schaffen es drei unter die ersten zehn: Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart. Dabei fallen die beiden Erstgenannten etwas aus dem Rahmen der übrigen Top-Citys, denn sie verdanken ihre wirtschaftliche Stärke weniger der Industrie, sondern vor allem den Finanzdienstleistern.

Berlin liegt mit einem Pro-Kopf-BIP von etwa 30.000 Euro knapp unter dem deutschen Durchschnitt. Allerdings ist die Spree-Metropole nach jüngsten statistischen Korrekturen – so ergab die Volkszählung von 2011 eine niedrigere Einwohnerzahl als zuvor angenommen – nicht mehr ganz so arm wie gedacht und rangiert jetzt immerhin vor anderen ostdeutschen Zentren wie Dresden oder Erfurt.

Insgesamt zeigt das Ranking ein deutliches West-Ost-Gefälle. Der wesentliche Grund dafür ist, dass es keine einzige ostdeutsche Stadt auf einen der oberen Plätze schafft. Am unteren Ende dagegen zieht der Wes­ten im innerdeutschen Vergleich zum Teil sogar den Kürzeren. Das liegt in erster Linie am Ruhrgebiet: So ist das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Oberhausen mit 23.000 Euro ähnlich niedrig wie in Gera und mit etwa 21.000 Euro in Herne geringer als in Dessau. Und Bottrop bildet mit 19.300 Euro sogar das deutschlandweite Schlusslicht.

(Quelle/Orignal: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)
(Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

 

  • Wirtschaft
  • Städte
 
Artikel »   Drucken Versenden

 


Kommentar schreiben »



Kommentar:
Bei einer Antwort möchte ich per Email benachrichtigt werden an
      meine Emailadresse: (wird nicht veröffentlicht)

Bitte übertragen Sie die dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld:

* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.

 

Weitere Artikel zum Thema:

nach oben
Schnelleinstieg in die Kategorien ...
Telekommunikation-News
Aktuelles im Social Media Kanal
Aktuelle Artikel aus der Rubrik Markt & Meinungen
Marktkommentare von der Frankfurter Börse
Prognosen und Trends
Auswahl Branchen-Analysen
Europa News
Besondere Aufmerksamkeit aus unserem Leserkreis...
Redaktionelle Artikel, die Interessenten am meisten lesen...

Los geht´s...
Finanz-x-press
Abonnieren Sie den Finanzen Markt & Meinungen Newsletter:
 

 
Finanzen Markt & Meinungen - Das Praxismagazin für Finanzthemen
Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

Portalsystem 2018 © FSMedienberatung
Contentservice: Javascript Newsticker für Ihre Internetseite RSS Feed XML 0.9
0,783 Sek.