Vermögensverwalter setzen auch künftig auf Aktien und Rohstoffe
Frankfurt/Main, 25.04.2010 12:06 Uhr (redaktion)
Als aussichtsreichste Anlageklassen auf Sicht von zwölf Monaten nannten die unabhängigen Vermögensverwalter insbesondere Aktienfonds (87 Prozent) und Aktien (Standardwerte 85 Prozent, Nebenwerte 79 Prozent; Mehrfachnennungen möglich).
Ebenso werden Rohstoff-Investments (79 Prozent) und Unternehmensanleihen (69 Prozent) zur Anlage empfohlen. Dagegen raten 58 Prozent der Experten von Investitionen in Hedgefonds bzw. 48 Prozent von Investitionen in Private Equity ab, ebenso von Geldmarktfonds (58 Prozent). „Hedgefonds haben in der Krise an Glaubwürdigkeit verloren und ihr ursprüngliches Versprechen, gerade auch in einer Baisse Gewinne zu machen, nicht halten können“, erklärt Schlösser diese Umfrageergebnisse.
Mit Blick auf die Chancen in den einzelnen Ländern setzen die Finanzportfolioverwalter vor allem auf Asien ex Japan (92 Prozent) und die BRIC-Staaten (85 Prozent). Die schlechteste Performance in den kommenden zwölf Monaten werden nach Meinung von 23 bzw. 19 Prozent der Befragten Nordamerika und Europa bringen. Besondere Anlagepriorität bei den Umfrageteilnehmern genießen in den nächsten zwölf Monaten Technologieunternehmen sowie die Rohstoff- und Versorgerbranche. Diese bewerten 77 bzw. je 73 Prozent als aussichtsreiche Industriezweige. Als größte Verlierer werden die Automobil-, Konsumgüter- und Finanzbranche (63 bzw. 48 und 56 Prozent) gehandelt.
Gut 17 Prozent der unabhängigen Finanzportfolioverwalter sind der Meinung, dass die Volatilität sinken wird, während über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) mit einer unveränderten Schwankungsbreite rechnet. Dafür prognostizieren über 42 Prozent einen Anstieg der Volatilität. Die Höhe der Leitzinsen der EZB wird nach Einschätzung einer deutlichen Mehrheit (73 Prozent) in den nächsten zwölf Monaten unverändert bleiben; ein Viertel der Befragten sieht steigende Leitzinsen.
Hintergrund
Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. versteht sich als Interessenvertretung bankenunabhängiger Finanzportfolioverwalter. Ein zentrales Anliegen des VuV ist es, dazu beizutragen, unabhängige Vermögensverwalter als wichtige Partner am Kapitalmarkt zu etablieren, den Kontakt und den Austausch unter den Mitgliedern zu stärken, ein Branchenbewusstsein zu entwickeln und von der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen zu werden. Dem 1997 gegründeten Verband gehören derzeit rund 200 Mitglieder mit einem Gesamtvolumen der Assets under Management von rund 50 Milliarden Euro an.
(Quelle: Unternehmensangaben)
Weiterführender Link: www.vuv.de
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