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WestLB Jahresbilanz: im Eigenhandel Verluste von 1,6 Milliarden Euro

Düsseldorf, 02.04.2008 11:46 Uhr (redaktion)

Die angeschlagene WestLB erwartet in diesem Jahr weitere Ergebnisbelastungen aus ihrer Restrukturierung. 2007 verbuchte das Institut wegen der Kapitalmarktkrise und Probleme im Eigenhandel einen Verlust von 1,6 Milliarden (2006: Plus 799 Millionen) Euro. Bis 2010 will die Bank mit ihrem neuen Chef Heinz Hilgert an der Spitze aber eine zweistellige Eigenkapitalrendite erzielen.

"Die Unsicherheiten am Kapitalmarkt halten an, und der Margen- und Wettbewerbsdruck ist ungebrochen", sagte Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus bei der Bilanzvorlage am Mittwoch in Düsseldorf. "Durch die unvermeidlichen Restrukturierungsmaßnahmen werden weitere Ergebnisbelastungen im laufenden Geschäftsjahr entstehen (..)." Die Bank will bis 2010 1350 Stellen streichen, um Kosten zu sparen.

Ergebnis der WestLB 2007
Ergebnis der WestLB 2007

Im vergangenen Jahr hatten die Finanzmarktkrise und Pannen im Eigenhandel die WestLB tief in die Verlustzone gerissen. Das Handelsergebnis brach wie erwartet um über zwei Milliarden Euro auf einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro ein, teilte die Bank mit. Vor Steuern schrieb die Bank einen Verlust von 1,5 Milliarden Euro, unter dem Strich waren es 1,6 Milliarden Euro. Um die Bilanz zu entlasten, gliederte die Bank riskante Investments in einer Höhe von rund 23 Milliarden Euro aus. Das Land Nordrhein-Westfalen und die anderen Eigner bürgen zugleich mit bis zu fünf Milliarden Euro für die risikoreichen Papiere. Die Kernkapitalquote werde dadurch voraussichtlich wieder auf über sieben Prozent steigen.

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