Noch immer drücken gewaltige Bürokratiekosten von jährlich über 40 Milliarden Euro die deutsche Wirtschaft. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
24.03.2010 15:25 Uhr
WIRTSCHAFT FORDERT BÜROKRATIEABBAU

Bayerischen IHKs veröffentlichen zehn Steuervorschläge zum Bürokratieabbau

München, 24.03.2010 15:25 Uhr (redaktion)

Noch immer drücken gewal­tige Büro­kra­tie­kosten von jähr­lich über 40 Milli­arden Euro die deut­sche Wirt­schaft. Der Baye­ri­sche Indus­trie-und Handels­kam­mertag (BIHK) hat deshalb zehn Steu­er­vor­schläge zum Büro­kra­tie­abbau erar­beitet und sie dem Baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­denten und Vertre­tern der Parteien über­geben.

"Gerade im Steuerbereich sind Einsparungen in Milliardenhöhe möglich, und zwar ohne den Haushalt zu belasten“, sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen. So seien Unternehmen zum Beispiel gezwungen, zehn Jahre lang alle wichtigen Unterlagen aufzubewahren. Das bedeute aber auch, so Driessen, dass gegebenenfalls die dazu notwendige, aber veraltete Software und das dazugehörige Know-how und Wissen bei den Mitarbeitern noch vorhanden sein müssten. Würden diese Aufbewahrungsfristen halbiert und würde eine schnellere Betriebsprüfung erfolgen, könnten die Unternehmen viel sparen. Alleine die Aufbewahrung von Rechnungen koste die Wirtschaft über sechs Milliarden Euro. Darüber hinaus würde eine Gleichstellung von elektronischen Rechnungen mit Papierrechnungen, also der Verzicht auf die elektronische Signatur, EU-weit Entlastungen von rund 18 Milliarden Euro bringen. „Diese Maßnahmen sollten deshalb aus Sicht der Wirtschaft, vor allem des Mittelstandes, schnellstens umgesetzt werden“.

Zudem fordern die bayerischen IHKs, Markteintrittsbarrieren für Existenzgründer abzubauen. Die Jungunternehmer seien dazu verpflichtet, zwei Jahre lang monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben, während üblicherweise vierteljährliche Meldungen ausreichen. Diese Sonderregelung für Existenzgründer, so der BIHK, müsse dringend abgeschafft werden. Die Unternehmer könnten damit zwei von drei Meldungen regelmäßig einsparen.

„Der Staat könnte mit unseren Vorschlägen schnell und unkompliziert Wachstumskräfte entfesseln, ohne die Haushaltslage zu verschärfen. Auf diese Chance sollte er nicht verzichten“, so Driessen.

Die 10 Steuervorschläge können hier als pdf-Datei geladen werden.

(Quelle: Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern)

 

Weiterführender Link: http://www.muenchen.ihk.de


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