Die bayerische Wirtschaft fordert die neue Landesregierung auf, drei Themen sofort nach den Wahlen anzupacken. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
13.09.2013 10:43 Uhr
BAYERISCHE WIRTSCHAFT ZUR WAHL

Bayerns Unternehmen für PKW-Maut wenn bessere Verkehrsinfrastruktur

München, 13.09.2013 10:43 Uhr (Regionalredaktion)

In einer aktu­ellen Wahl­um­frage des Baye­ri­schen Indus­trie-und Handels­kam­mer­tages (BIHK) würden 71 Prozent der befragten Unter­nehmen eine PKW-Maut billigen, wenn die Mittel für den Ausbau und den Erhalt der Straßen einge­setzt würden. Weiterhin fordern die Unter­nehmen eine bezahl­bare Ener­gie­wende.

Auch die Bürokratiebelastung – vor allem bei der Finanzverwaltung – ist den Unternehmen ein Dorn im Auge. Über die Hälfte der Befragten, 54 Prozent, fordert von der Staatsregierung eine höhere Effizienz in diesem Bereich. Insbesondere mahnen sie einen verkürzten Zeitrahmen an, in dem Betriebsprüfungen durchgeführt werden.

Großen Handlungsbedarf sieht die Wirtschaft beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Jedes zweite Unternehmen fordert die Staatsregierung auf, ihn als erstes anzugehen. Sie sind daher auch bereit, ihren Teil beizutragen: Immerhin 71 Prozent würden eine PKW-Maut für alle akzeptieren, wenn die Mittel zweckgebunden für den Ausbau und den Erhalt der Straßen eingesetzt würden und die bisher zur Verfügung stehenden Mittel nicht anderweitig verwendet würden.

Einen hohen Stellenwert haben für die bayerischen Unternehmen solide Staatsfinanzen. Um den Haushalt zu konsolidieren, erwarten 40 Prozent der Befragten von der Staatsregierung, die Ausgaben zu reduzieren. Vor allem die konsumtiven Ausgaben müssten gekürzt werden. Daher steht ein Großteil der bayerischen Wirtschaft dem Betreuungsgeld kritisch gegenüber. Immerhin 41 Prozent fordern eine sofortige Abschaffung, lediglich 20 Prozent befürworten die neue Regelung und 39 Prozent stehen dem Betreuungsgeld neutral gegenüber.

Fachkräfte dringend gesucht
Die Unternehmen sind mit dem Standort Bayern insgesamt zufrieden. Mit der Note 2 hat das duale Bildungssystem am besten abgeschnitten, dicht gefolgt von den Voraussetzungen für Forschung und Innovation. Allerdings bekommen die Verfügbarkeit von Fachkräften, die Kinderbetreuung bzw. die Versorgung mit Ganztagsschulen sowie das Leistungsniveau der Schulabgänger lediglich die Note 3. Um den Fachkräftebedarf zu decken, sollte die künftige Staatsregierung zudem ausländische Fachkräfte stärker in den Fokus zu nehmen. So fordern 63 Prozent der Unternehmen, den Zuzug von ausländischen Fachkräften weiter zu erleichtern.

Befragt wurden mehr als 500 Unternehmen.

(Quelle: Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern)

 

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