Eine klare Mehrheit der Bürger in NRW (58 Prozent) würde sich bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten für die derzeitige Amtsinhaberin Hannelore Kraft entscheiden. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
25.04.2012 13:23 Uhr
POLITIKTRENDS IN NRW

SPD und Grüne in NRW laut LänderTREND Prognose nach wie vor mit Mehrheit

Berlin/Düsseldorf, 25.04.2012 13:23 Uhr (Regionalredaktion)

Nach einer Analyse der Infra­test dimap im Nord­rhein-West­fa­len­TREND für April, im Auftrag des WDR-Maga­zins Westpol, stehen sich SPD und CDU nicht auf Augen­höhe gegen­über. Kraft vor Röttgen.

Drei Wochen vor der Wahl verfügt Rot-Grün trotz leichter Verluste weiter über eine Mehrheit der Stimmen: SPD 39 Prozent (-1), Grüne 11 Prozent (-1). Auch die CDU muss leicht abgeben (31 Prozent, -1). FDP (4 Prozent) und Linke (3 Prozent) verharren unter der 5-Prozentmarke. Die Piraten steigern ihren Wähleranteil auf 9 Prozent (+4). Eine Wechselstimmung gibt es an Rhein und Ruhr nicht: Jeder Zweite plädiert für Weiterregieren von Rot-Grün.

Eine klare Mehrheit der Bürger in NRW (58 Prozent) würde sich bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten für die derzeitige Amtsinhaberin Hannelore Kraft entscheiden. Lediglich 30 Prozent votieren für CDU-Kandidat Norbert Röttgen. Seit April letzten Jahres konnte die SPD-Frau bei der Kandidatenpräferenz 12 Punkte zulegen, während der Bundesumweltminister 2 Punkte verlor.

Grund für die mäßigen Beliebtheitswerte Röttgens ist sein schwaches inhaltliches und persönliches Profil. Im Vergleich mit Kraft vermag er nur mit seinem wirtschaftspolitischen Sachverstand zu punkten. In der Haushalts- und Finanzpolitik und vor allem beim Einsatz für soziale Gerechtigkeit wird Kraft mehr zugetraut. Dies gilt auch für alle persönlichen Bereiche: Kraft gilt als deutlich sympathischer, glaubwürdiger, bürgernäher und zudem als diejenige, die eine bessere Figur in der Öffentlichkeit abgibt. Die Lösungskompetenz der SPD ist am größten beim Thema für soziale Gerechtigkeit, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik sowie beim Einsatz für die Einhaltung der Bürgerrechte. Die CDU besitzt lediglich in der Wirtschaftspolitik die Kompetenzführerschaft.

Kompetenzschwerpunkte der Grünen sind vor allem die Umweltpolitik, sowie Bürgerrechte, Bildung und soziale Gerechtigkeit. Von den abgefragten Bereichen können die Piraten lediglich bei den Bürgerrechen punkten. Die FDP ist insgesamt schwach profiliert.

In der Summe sehen 39 Prozent der Bürger die Lösung der wichtigsten Probleme des Landes am ehesten bei den Sozialdemokraten gut aufgehoben. Den Schuldenabbau, als eines der wichtigsten Themen des Landes, trauen vier von zehn keiner der Parteien zu.

(Quelle: Infratest dimap; Gesellschaft für Trend- und Wahlforschung mbH)
(Foto: Schälte, Bernd; Landtagsgebäude (neuer Landtag) NRW)

 

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