Gutachten von Wirtschaftsprüfern belasten frühere SachsenLB-Führung
Leipzig, 11.03.2008 12:16 Uhr (redaktion)
In einem Gutachten zum Zusammenbruch der SachsenLB werden einem Zeitungsbericht zufolge schwere Vorwürfe gegen die damalige Führung der Landesbank erhoben.
Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young hätten festgestellt, dass den Kontrollgremien entscheidende Informationen über die Risikogeschäfte der Banktochter SachsenLB Europe in Dublin vorenthalten worden seien, berichtete die "Leipziger Volkszeitung" am Dienstag. Hinweise auf politisch Verantwortliche gebe das Gutachten nicht.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen am Dienstag vorgestellt werden. Die Zeitung berief sich auf Regierungskreise in Dresden. Beim Finanzministerium und der SachsenLB war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
In dem Gutachten gebe es zudem Indizien, auch die Bankspitze könnte nicht immer richtig von der Tochter informiert worden sein, hieß es in dem Bericht. Die SachsenLB hatte sich in großem Stil in den USA mit Ramschhypotheken verspekuliert und wurde kurz vor einem Zusammenbruch von der LBBW übernommen. Der Vorstand wurde ausgewechselt. Der Freistaat Sachsen, die LBBW und andere Landesbanken mussten die kleinste der deutschen Landesbanken mit milliardenschweren Garantien stützen.
Das Engagement in den USA kostete die SachsenLB im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Euro und führte zu einem operativen Verlust von 642 Millionen Euro. Über die Tochter SachsenLB Europe hat die Landesbank einen Großteil ihrer Krisengeschäfte in den USA abgewickelt.

Finanzkrise Banken
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