Verlust der Nacht: Mit einer Smartphone App zum Lichtforscher werden
Berlin/Düsseldorf, 23.12.2013 12:23 Uhr (Frank Schulz)
Wer sich Bilder, beispielsweise von der ISS auf ihrer Reise um die Erde bei Nacht angesehen hat, der wird die beeindruckenden Bilder hell erleuchteter Städte in Erinnerung haben. Wissenschaftler haben nun zum Zweck der Erforschung der "Lichtverschmutzung" eine spannende Smartphone App entwickelt.
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Ziel der App ist es, die Himmelshelligkeit – den sogenannten Skyglow – zu quantifizieren und angesichts sich wandelnder Beleuchtungstechnologien und wachsender Städte zu sehen, wie sie sich über die Zeit verändert. Die von „Bürgerwissenschaftlern“ erhobenen Messungen werden in einer Datenbank gespeichert und wissenschaftlich ausgewertet. Daraus entstehen Karten, die die Helligkeitsverteilung und ihre Entwicklung über die Jahre zeigen.
Die Daten stehen aber auch anderen Wissenschaftlern zur Verfügung, um so mögliche Zusammenhänge mit Gesundheit, Biodiversität, Energieverbrauch und vielen anderen Faktoren zu untersuchen. „Wir haben bisher schon sehr viele Daten erhalten, da die App von Tausenden Menschen genutzt wird“, so Christopher Kyba vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), welches den Forschungsverbund „Verlust der Nacht“ ins Leben gerufen hat. „Die meisten Messungen stammen aus Deutschland und den USA. Um die weltweiten Trends erforschen zu können, möchten wir die App nun durch die Übersetzungen noch leichter zugänglich machen“, so Kyba.
Bisher wurde nächtliche Helligkeit hauptsächlich über Satelliten gemessen, aber diese messen das nach oben abgestrahlte Licht, nicht die Helligkeit, die am Boden von Menschen und anderen Organsimen erlebt wird. Aussagen darüber werden in Modellen berechnet. Doch um diese zu testen, sind Vergleichsdaten nötig – und genau solche werden mit der App gesammelt.
Die App ist im Google Play Store unter der Adresse https://play.google.com/store verfügbar.
In dem interdisziplinären Projekt "Verlust der Nacht" untersuchen Wissenschaftler erstmals gemeinsam die ökologischen, gesundheitlichen sowie kulturellen und sozioökonomischen Auswirkungen, aber auch die Ursachen für die zunehmende Beleuchtung der Nacht. Auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse sollen Lösungsansätze für moderne Beleuchtungskonzepte und nachhaltige Techniken entstehen.
(Quelle/Fotos: Freie Universität Berlin; Google PlayStore)

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