Laut der Eurobarometer-Umfrage haben 12 Prozent der Internetnutzer in der EU bereits Erfahrungen mit Online-Betrug gemacht und 8 Prozent sind Opfer von Identitätsdiebstahl geworden. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
09.07.2012 14:19 Uhr
GEFAHR DURCH CYBERKRIMINALITÄT

EU eröffnet Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität

Brüssel, 09.07.2012 14:19 Uhr (EU Redaktionsteam)

Viele EU-Bürger sorgen sich um Sicher­heit im Internet. Jedoch nur die Hälfte kümmert sich um entspre­chende Gegen­maß­nahmen und Sicher­heits­lö­sungen. Abhilfe will jetzt die EU-Kommis­sion schaffen.

12 Prozent der Internetnutzer in der EU haben bereits Erfahrungen mit Online-Betrug gemacht, 8 Prozent sind Opfer von Identitätsdiebstahl geworden. Dennoch haben beispielsweise 53 Prozent der User während des vergangenen Jahres keines ihrer Online-Passworte geändert!

„Immer mehr Menschen holen das Meiste aus dem Internet heraus und profitieren von der digitalen Wirtschaft. Deshalb darf es nicht verwundern, dass für sie die Sicherheit von personenbezogenen Daten und Online-Zahlungen oberste Priorität hat. Umso erstaunlicher ist, dass lediglich die Hälfte der Europäer wirksame Maßnahmen ergreift, um sich gegen Cyberkriminalität zu schützen“, erklärte Cecilia Malmström, das für Inneres zuständige Kommissionsmitglied.

Die Eurobarometer-Umfrage wurde unter fast 27000 EU-Bürgern in sämtlichen Mitgliedstaaten durchgeführt. Ergebnisse der Umfrage:

  • 53 % der Internetnutzer geben an, Waren und Dienstleistungen online zu kaufen, 52 % nutzen Websites zur sozialen Vernetzung, 48 % betreiben Online-Banking und 20 % verkaufen Waren oder Dienstleistungen im Internet.
  • 29 % der Befragten fehlt die Zuversicht, das Internet für Angelegenheiten wie Online-Banking oder Einkäufe im Internet nutzen zu können.
  • 59 % fühlen sich unzureichend über die Risiken der Cyberkriminalität informiert.
  • 40 % befürchten, dass ihre personenbezogenen Daten gestohlen oder missbräuchlich verwendet werden könnten, und 38 % bezweifeln die Sicherheit von Zahlungen im Internet.
Im März dieses Jahres schlug die Kommission die Schaffung eines Europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität vor, das ab 2013 die europäischen Bürger und Unternehmen gegen die zunehmenden Cyber-Bedrohungen schützen soll. Das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität wird sich vor allem der Bekämpfung illegaler Online-Aktivitäten der organisierten Kriminalität widmen, insbesondere Angriffen auf automatisierte Bankdienstleistungen und auf sonstige finanzielle Tätigkeiten im Internet. Der Aufbau des Zentrums ist am Europol-Sitz in Den Haag voll im Gange.

Interessante Seite für Bundesbürger: www.bsi-fuer-buerger.de

(Quelle: EU-Kommission)
(Foto: Oleg Rosental; pixelio.de)

 

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