Nicht nur das griechische Volk, sondern auch internationalen Kapitalmärkten blicken gespannt und gleichzeitig hoffnungsvoll auf den 17. Juni, wenn in Griechenland eine neue Regierung gewählt wird. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
15.06.2012 17:32 Uhr
KAPITALMARKT UND GRIECHENLAND

Jannis Raftopoulos von JRC Capital mit Perspektiven zur Wahl in Griechenland

Berlin/Düsseldorf, 15.06.2012 17:32 Uhr (Gastautor)

Jannis Rafto­poulos, CEO der JRC Capital Mana­ge­ment, ist gebür­tiger Grieche und spricht über die Zukunfts­per­spek­tiven Grie­chen­lands.

„Nicht nur das griechische Volk, sondern auch internationalen Kapitalmärkten blicken gespannt und gleichzeitig hoffnungsvoll auf den 17. Juni, wenn in Griechenland eine neue Regierung gewählt wird.

Aktuell vorne sieht sich unter anderem die linksradikale Syriza-Partei, eine schwierige aber nicht allzu überraschende Entwicklung. Die dramatischen Sparmaßnahmen konnten bisher keine Hoffnungen auf einem Ausweg aus der Krise und eine bessere Zukunftsperspektive schaffen. Stattdessen schrumpft die Wirtschaft weiter und die Arbeitslosigkeit steigt auch unter den jungen hochqualifizierten Leuten - der Zukunft Griechenlands - weiter an. Alexis Tsipras weckt mit seinen Versprechungen Hoffnungen bei den verzweifelten Bürgern und setzt die Aussetzung des Spardiktats als Joker in den Verhandlungen gegen die Troika ein. Doch Europa und der IWF koppeln die dringend benötigten Hilfen an die Durchsetzung eben dieser versprochenen Maßnahmen. Tatsächlich scheint Tsipras nicht die Aufkündigung der Sparmaßnahmen, sondern eine Neuverhandlung auf Augenhöhe anzustreben. Dabei pokert er hoch und ein Großteil seiner Forderungen scheint unrealistisch. Tsipras bedeutet Unberechenbarkeit in einer Zeit, in der sich die Märkte nach Sicherheit sehnen. Ein Wahlsieg der radikalen Linken wäre ein erneuter Schock, aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das Ende des Euro. Jedoch sollte auch die politische Signalwirkung einer Abwahl des Spardiktats nicht unterschätzt werden, die für Ansteckungseffekte in anderen krisengebeutelten Euro-Ländern sorgen könnte. Haushaltsdisziplin hilft wenig, wenn am Ende die europäischen Bürger dem Konstrukt Europa eine Absage erteilen.

Die Mehrheit der Griechen will den Euro jedoch weiterhin als Währung behalten, was für einen Wahlsieg einer Pro-Bailout-Partei wie der Nea Dimokratia spricht. Zuletzt deutet auch der Kursaufschwung griechischer Banken, welcher sich auf geheime Polls zum Wahlausgang stützt, auf einen Vorsprung der Neo Dimokratia hin. Dieser würde gleichzeitig für eine massive Erleichterung an den Märkten sorgen und in Deutschland und Übersee eine Kursrallye auslösen. Doch ganz egal, ob sich der Wahlsieger Syriza oder Nea Dimokratia nennt, auch die reichen Länder Europas, allen voran Deutschland, müssen sich bewegen, denn unter den gegenwärtigen Bedingungen schlingert Griechenland und damit Europa noch tiefer in die Krise.“

Wer ist JRC Capital Management Consultancy & Research GmbH?
Als innovatives Family Office bietet die JRC Capital Management Consultancy & Research GmbH seit über 15 Jahren Lösungen in den Bereichen Portfolio- und Asset Management, Brokerage sowie Forschung und Entwicklung für institutionelle Anleger und vermögende Privatkunden. Neben der Erarbeitung und Umsetzung individueller Handelsstrategien ist das Berliner Unternehmen auf die Beratung und Konzeption umfangreicher technisch-orientierter Finanzanalysen und Kommentare sowie marktneutraler Investments spezialisiert. Die Kernkompetenz von JRC liegt in der Entwicklung und dem Einsatz von automatisierten Handels- und Prognosesystemen für die Bereiche Devisen und Financial Futures.

(Quelle: Unternehmensangaben)

 

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