Der Deutsche Derivate Verband positioniert die Anlage in Zertifikate zwischen Sparbuch und Aktie. Vor allem mit Discount Zertifikaten sollen Anleger ein ordentlichen Rendite-Risiko Verhältnis haben. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
22.12.2014 11:08 Uhr
ZERTIFIKATE ANLEGERUMFRAGE

Lars Brandau Derivatekolumne: Zertifikate - Brücke zwischen Sparbuch und Aktie

FrankfurtRheinMain, 22.12.2014 11:08 Uhr (Lars Brandau)

Struk­tu­rierte Wert­pa­piere sind die moderne Aktie. Für viele Anleger mag das merk­würdig klingen. Dennoch trifft die Aussage zu. Die Deut­schen sind Akti­en­muffel. Sie trauen der Direkt­an­lage nicht, weil sie risi­ko­a­vers sind oder schlechte Erfah­rungen gemacht haben.

Informationen zum Autor:
Lars Brandau
Lars Brandau ist Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbandes.

Auf den Tages- und Festgeldkonten verlieren sie jedoch inflationsbereinigt Geld. Darüber hinaus werden uns in 2015 die niedrigen Zinsen erhalten bleiben, ebenso wie schwankungsanfällige Märkte. Private Anleger müssen somit weiterhin reale Vermögensverluste bei der Geldanlage vermeiden.

Die Lösung bieten Teilschutzprodukte wie Discount-Zertifikate. Sie bilden eine perfekte Brücke zwischen Sparbuch und Aktie – und führen letztlich zu mehr Rendite. Spannend ist in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Emittenten, ob die Anleger in Deutschland dieses Angebot strukturierter Produkte auch nutzen und wie die Zertifikateanbieter die nähere Zukunft einschätzen. Hierzu führt der Deutsche Derivate Verband (DDV) traditionell eine Umfrage am Jahresende durch. Teilgenommen haben insgesamt 23 Emittenten. Sie repräsentieren mehr als 95 Prozent des Marktes für strukturierte Wertpapiere.

Zertifikate-Emittenten zufriedener

Für die Mehrheit der Zertifikateanbieter in Deutschland hat sich das Geschäft mit strukturierten Wertpapieren bereits im Jahr 2014 besser als im Vorjahr entwickelt. Und deshalb gehen die meisten Emittenten für 2015 von einer unveränderten oder sogar besseren Geschäftsentwicklung aus, rechnen aber zugleich mit einem höheren Regulierungsaufwand durch Gesetzgeber und Wertpapieraufsicht.

In Bezug auf die anstehenden Herausforderungen durch die Regulierungsbehörden lässt sich feststellen, dass sie nach wie vor den Nachwehen der Finanzkrise geschuldet sind. Neue Regelwerke sollen künftig helfen. Grundsätzlich geht es bei allen Regulierungsvorhaben immer darum, die Transparenz weiter erhöhen. Transparenz schafft Vertrauen. Sie ist deshalb zu Recht ein Dauerthema, nicht nur bei Finanzprodukten. Nur so ist ein wirksamer Anlegerschutz möglich. Und deshalb bleibt es eine der Kernaufgaben des Deutschen Derivate Verbands, hier auch künftig Branchenstandards zu setzen.

Mit strengen Selbstverpflichtungen wie dem Fairness Kodex wollen wir Regulierung nicht vermeiden, sondern sie vielmehr vorwegnehmen. Seit dem Frühjahr 2014 weisen die Emittenten unter anderem den Issuer Estimated Value, kurz IEV, aus. Das ist eine Art vom Emittenten geschätzter „innerer Wert“, der nun in Deutschland in den Produktinformationsblättern der Anlageprodukte ausgewiesen wird. Im Vergleich mit anderen Assetklassen ist die Zertifikate-Branche damit weit vorne, und wird zu Recht als sinnvolles Finanzprodukt im Fokus der Anleger bleiben.

Disclaimer:
Diese Mitteilung dient der Informationsgebung. Finanzen Markt & Meinungen ruft nicht zum Erwerb oder zum Verkauf von Anlageprodukten oder Wertpapieren auf. Interessierte Anleger sollten sich grundsätzlich Emissions-/Produktprospekte genau anschauen. Die hier aufgeführten Äußerungen, Analysen und Produktbewertungen sind ausschließlich Meinungen und Ansichten des Herausgebers bzw. Produktgebers. Finanzen Markt und Meinungen hat diese Angaben nicht überprüft.

 

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