Mehr befristete Arbeitsverträge für Berufseinsteiger stören die Altersvorsorge
Stuttgart/Düsseldorf, 25.03.2014 12:13 Uhr (Finanzredaktion)
Es ist eine Entwicklung die überrascht. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) bleiben Berufseinsteiger immer kürzer in den Unternehmen. Im Schnitt noch nicht einmal zwei Jahre. Also gilt es gerade für diese jungen Menschen, an die Altersvorsorge zu denken.
"Eine mögliche Erklärung für die kürzer werdenden Zeiträume, in denen junge Arbeitnehmer in einem Unternehmen beschäftigt sind, könnte der Trend zu befristeten Verträgen sein“, sagt Monika Grave von der LBS. So stieg der Anteil der 20- bis 29-jährigen befristet Beschäftigten laut Mikrozensus von 13,5 Prozent 1998 auf 22 Prozent im Jahr 2008. Die Entwicklung hin zu kürzeren Beschäftigungsverhältnissen betrifft dabei lediglich jüngere Arbeitnehmer. Über alle Altersklassen hinweg ist die durchschnittliche Beschäftigungsdauer im gleichen Zeitraum sogar um gut zehn Monate auf rund zehn Jahre und zehn Monate gestiegen.
Frühe Vorsorge lohnt sich
Die LBS macht eine kurze Berechnung auf: Um mit 65 Jahren ein Guthaben von 100.000 Euro zu besitzen, muss ein 20-Jähriger bei einem derzeitigen Sparzins von 1,75 Prozent pro Monat rund 122 Euro auf die Seite legen.* Für einen 35-Jährigen beträgt die Sparrate monatlich 212 Euro, für einen 50-Jährigen sogar 486 Euro. Der 50-Jährige muss also fast vier Mal so viel Geld zurücklegen wie der 20-Jährige, um bis zum Rentenalter auf die gleiche Summe zu kommen. Über die gesamte Laufzeit hinweg profitiert der 20-Jährige von rund 34.000 Euro Zinsen und Zinseszinsen, der 35-Jährige von 24.000 Euro und der 50-Jährige von etwa 13.000 Euro.
* Das Rechenbeispiel berücksichtigt keine Steuern auf Kapitalerträge. Es dient als Anhaltspunkt.
"Junge Erwachsene wissen, dass private Vorsorge für sie besonders wichtig ist“, so Grave nochmals. „Bereits mit kleinen Sparbeiträgen können sie ein solides finanzielles Fundament für die Zukunft aufbauen – beispielsweise für die erste eigene Wohnung.“
(Quelle: IAB / LBS Bauen und Sparen)

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