Online-Spieleanbieter gamigo begibt Mittelstandsanleihe im Entry Standard
Hamburg/Frankfurt am Main, 05.06.2013 16:00 Uhr (Gastautor)
Der Emittent der Anleihe, die Hamburger gamigo AG, avisiert einen Erlös von 15 Millionen Euro und bietet einen Kupon mit 8,5 Prozent Nominal-Zins. Beginn der Anleihen-Zeichnung ist der 05.06.2013.
Als Emissions-Partner sind die KochBank GmbH Wertpapierhandelsbank und die SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG im Boot. Die Platzierung der Mittelstandsanleihe soll im Entry Standard der Börse Frankfurt stattfinden -und damit börsentäglich handelbar.
Privatanleger können ab einem Nennbetrag von 1.000 Euro zeichnen (Hausbank oder Discount-Broker). Die Handelsaufnahme ist für den 20. Juni 2013 geplant (vorzeitige Beendigung der Zeichnung auf Grund starker Nachfrage ist möglich). Die Laufzeit geht bis zum 20. Juni 2018. Institutionelle Anleger werden von der GBC Kapital unterstützt.
Mittelverwendung
Der Erlös soll primär in die Wachstums-Finanzierung fließen; dazu gehören u.a. Akquisitionen innerhalb des innovativen „Massive Multiplayer“ Wachstumsmarktes. Weiterhin soll dahingehend die Marktstellung ausgebaut werden. Eine aktuelle Studie der PricewaterhouseCoopers AG, beziffert den Marktumsatz mit Online-Spielen alleine in Deutschland von 2011 bis 2016, mit einer Wachstumsrate in Höhe von gut 135 Prozent!
Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen hat sich hier zum führenden Publisher im Bereich Online-Games, die als Download-Client oder als Browserspiele angeboten werden, etabliert. Im Jahr 2010 wurde eine Niederlassung in New York gegründet um im nordamerikanischen Markt Spiele aktiv zu publishen und distribuieren.
Die aktuelle Wachstumsstrategie des Unternehmens umfasst organische (Spiele-Erweiterung auf mobile Endgeräte, Optimierung von Technik und Marketingaktivitäten), als auch anorganische (Zukäufe von Unternehmen aus dem Bereich Online-Games) Komponenten.
Die Macher hinter der gamigo AG

Remco Westermann gamigo AG
Für die beiden Vorstände, Remco Westermann und Patrick Streppel, die langjährige Kenner der Mobile und Online Entertainment-Branche sind, arbeiten ca. 80 feste Mitarbeiter in Hamburg. Das Unternehmen gehörte bis zum Jahr 2012 der Axel Springer AG. Remco Westermann hat sich nach der Übernahme von unprofitablen Geschäftseinheiten getrennt - wie von der Spieleentwicklung. Kerngeschäft ist die Konzentration auf das Publishing-Geschäft.

Patrick Streppel gamigo AG
Ein Erfolgsmodell der gamigo AG im Spielemarkt basiert auf den sogenannten MMOGs (Massively Multiplayer Online Games). Das sind Rollenspiele, die von vielen Spielern gemeinsam per Internet gespielt werden. Die etablierten Top-Spiele Fiesta Online, Last Chaos und Cultures Online begeistern viele Millionen Spieler. Auf diese drei wichtigsten Spiele Last Chaos (4,2 Mio. Nutzer), Fiesta Online (3,2 Mio. Nutzer) und Cultures Online (1,2 Mio. Nutzer) entfallen alleine mehr als 8,6 Mio. Accounts. Insgesamt verfügt gamigo über gut 10 Millionen registrierte Nutzer.
Trailer Fiesta Online:
Eine weitere Haupteinnahmequelle ist der Verkauf von virtueller Währung. Online-Spieler können mit dieser "Währung" zusätzliche Features kaufen, die u.a. den Spielespaß erhöhen, aber auch beispielsweise weitere Elemente (Hilfsinstrumente) nutzen, mit denen der Spieler seinen Erfolg schneller erreichen kann.
Die schnelle und stabile Internet-Anbindung, hohe Datenverfügbarkeit, sicher funktionierende IT-Systeme und Netzwerke, sowie geeignete, elektronische Zahlungssysteme, bilden die Grundlagen für den Erfolg des Geschäftsmodells.
Der rechtlich maßgebliche Wertpapierprospekt ist kostenfrei erhältlich über www.gamigo-anleihe.de oder über die gamigo AG, Behringstraße 16b, 22765 Hamburg.
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Diese Mitteilung dient der Informationsgebung. Finanzen Markt & Meinungen ruft nicht zum Erwerb oder zum Verkauf von Anlageprodukten oder Wertpapieren auf. Interessierte Anleger sollten sich grundsätzlich Emissions-/Produktprospekte genau anschauen.

Anleihen Börse
In diesem Sektor kann investiert werden, denn von Tag zu Tag gewinnen Browsergames an Beliebtheit. Doch es muss auch klar sein, dass Mittelstandsanleihen sehr risikobehaftet sind. Bei dieser Anleihe wird jetzt sogar von einer dreisten Abzocke gesprochen.
Denn jetzt will Gamigo in das Quotation Board wechseln, wo es vor dubiosen Firmen nur wimmelt und in deren Umgebung fühlt sich Gamigo nun offenbar wohl. [Quelle: http://www.finance-magazin.de/maerkte-wirtschaft/kapitalmarkt/gamigo-die-dreisteste-abzocke-seit-langem/ ]
Heute bekommt ein Anleger für 1000 Euro nur noch 500 Euro zurück. Gefallen lassen wollen sich das die Anleger nicht und schalten ihre Anwälte ein. Bin gespannt, wie sich das alles noch entwickelt.
Gruß
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