Umfrage: Bankkunden auf Anstieg der Online-Kriminalität schlecht vorbereitet
Hamburg, 14.10.2010 11:44 Uhr (news aktuell /dpa)
Knapp 70 Prozent der Deutschen haben keine Vorstellung davon, mit welchen technischen Verfahren sie ihre Online-Bankgeschäfte am besten sichern können.
Bei der Mehrheit der Kunden besteht über das Sicherheitsniveau der verschiedenen Tan-Verfahren ebenso Unklarheit wie über die Schutzmöglichkeiten mit Kartenlesegeräten und elektronischer Signatur. Das ist das Ergebnis der Studie "Online-Banking" des Hamburger Software- und Beratungshauses PPI.
Diese Unkenntnis ist angesichts rapide ansteigender Fallzahlen bei der Kriminalität im Online-Banking bedenklich. So warnte das Bundeskriminalamt jüngst vor Internet-Tätern, die im bislang unvorstellbaren Ausmaß gezielt das deutsche iTAN-Verfahren angreifen. Die Sicherheitsexperten weisen daher Verbraucher ausdrücklich darauf hin, ihre Verschlüsselungssoftware regelmäßig auf dem neuesten Stand zu halten und sich bei ihrem Institut über die modernsten Sicherheitsverfahren zu informieren.
Bei vielen Homebanking-Nutzern besteht jedoch in dieser Hinsicht großer Nachholbedarf. Das von Experten als sicher eingestufte mTAN-Verfahren ist beispielsweise 92 Prozent der befragten Bankkunden als modernes Schutzsystem nicht bekannt. Die TAN wird dem Kunden dabei aufs Handy geschickt und ist nur kurzzeitig gültig. Das erschwert den Tätern den Zugriff auf die Kundendaten.
Aber auch andere technische Fortschritte bei der Absicherung des Online-Bankings sind bei den Kunden bisher nicht ausreichend präsent. Dazu gehört die besonders sichere Variante, über spezielle, relativ kostengünstige Kartenlesegeräte (ZKA-Secoder) und elektronische Signaturen die Homebanking-Daten der Kunden gegen kriminelle Angriffe zu schützen. 80 Prozent sind über die Vorteile des Systems nicht informiert. Stattdessen geht jeder dritte aktive Online-Banking Nutzer davon aus, dass das iTAN-Verfahren die Bankgeschäfte per Internet besonders zuverlässig schützt. Ein folgenschwerer Irrtum, wie die Kriminalitätsstatistik offen legt, denn aktuelle Trojaner greifen gerade das iTAN-Verfahren an.
Hintergrundinformationen
Die vorliegenden Studienergebnisse basieren auf einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der PPI AG. Dafür wurden 500 Bundesbürger im August 2010 befragt. PPI Aktiengesellschaft Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2009 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 320 Mitarbeitern 38,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. Im E-Banking liegt der Schwerpunkt auf sicheren und wirtschaftlichen Standardprodukten für die Kommunikation zwischen Firmenkunden beziehungsweise Privatkunden und ihrer Bank. In der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die bankfachliche bis zur IT-Beratung.
(Quelle: newsaktuell/dpa)
(Foto: tommyS;PIXELIO)

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