Rohstoffmärkte | Investoren setzen nach wie vor auf Gold
Kopenhagen, 07.03.2016 13:08 Uhr (Gastautor)
Dank einer starken Woche an den Rohstoffmärkten konnte der Bloomberg Rohstoffindex um 2,4 Prozent zulegen. Beflügelt wurde die positive Entwicklung insbesondere durch kräftige Gewinne bei Edel-und Basismetallen, die erst bis vor kurzer Zeit stark unter Druck waren.
Bei Industriemetallen stünde die Hoffnung im Vordergrund, dass der ab dem 5. März tagende Nationale Volkskongress in China weitere Schritte zur Stärkung der heimischen Wirtschaft des weltgrößten Metallverbrauchers unternehme. „Angesichts starker US-Arbeitsmarktdaten und anziehender Aktienmärkte in den Industrie- und Schwellenländern scheint die Unterstützung für Gold zu bröckeln. Dennoch stieg das gelbe Metall in der vergangenen Woche auf ein Einjahreshoch“, sagt der Rohstoffexperte Ole Hansen.
„Bei Gold wird derzeit jeder Kursrücksetzer als Kaufgelegenheit angesehen. Insofern setzen Händler und Investoren weiterhin auf das Edelmetall“, sagt Hansen. Bislang seien im Jahresverlauf mehr als sieben Milliarden US-Dollar in Gold-ETFs geflossen. Es handele sich dabei um die größte Rallye seit Beginn des Quantitative Easings der US-Notenbank seit Anfang 2009. „All dies erinnert an die Goldrallye Anfang dieses Jahrzehnts. Angesichts eines stagnierenden Dollars und negativer Anleihezinsen befürchten Anleger, das Momentum zu verpassen und haben sich nach alternativen Investments umgeschaut. Dieses haben sie in Gold gefunden und wurden seit der US-Zinswende im Dezember 2015 mit rund 20 Prozent Gewinn belohnt“, sagt Hansen. Nachdem der Widerstand von 1.250 US-Dollar pro Feinunze klar gebrochen wurde, sei mit 1.308 USD pro Feinunze das Hoch aus 2015 der nächste wichtige Schritt.
Mit der dritten positiven Woche in Folge hat sich der allgemeine Ausblick bei Öl weiter verbessert. „Trotz negativer Fundamentaldaten deuten Händler die anhaltenden US-Produktionskürzungen und Beeinträchtigungen der Förderung innerhalb der Opec als positiv“, sagt Hansen. Zudem lässt das Meeting zwischen Opec und Non-Opec-Produzenten am 20. März auf eine Produktionsobergrenze hoffen. Ferner würden die derzeitigen Entwicklungen verdeutlichten, dass sich Märkte anders entwickeln können, lange bevor sich der makroökonomische Ausblick verbessert. „Die Preisgewinne beim Öl und anderen wachstumsabhängigen Rohstoffen wie den Industriemetallen lassen sich nicht vollständig auf Grundlage der Fundamentaldaten erklären. Deswegen bleiben wir vorsichtig“, sagt Hansen abschließend.
(Quelle: Saxo Bank)
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