Die Fintech Week in Wien etabliert sich als Spiegel der Digitalisierung und zeigt die Stärke Österreichs als führenden Wirtschaftsstandort in Europa. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
18.11.2019 16:35 Uhr
FINTECH UND START-UP SZENE

Fintech Week Vienna | Europäischer Fintech Hotspot Wien

Wien/München, 18.11.2019 16:35 Uhr (Frank Schulz)

Öster­reich etabliert sich zur Zeit am Welt­markt nicht nur mit seinem guten Ruf für Produkte. Neben stark forschungs­ge­trie­benen Unter­nehmen etabliert sich auch eine Start-up und Fintech Szene.

Informationen zum Autor:
Redaktion seit 2007 und Gründer von FMM-Magazin. Erfahrungen in der Finanzindustrie seit 2003 u.a. bei Gruner + Jahr (Financial Times Deutschland) und der OnVista Group.

Bei der kommenden Fintech Week Vienna vom 18. bis 24.11.2019 mit dem European Fintech Summit am 19. November als Highlight versammeln sich Start-ups und Keyplayer der Szene am Europäischen Fintech Hotspot Wien.

U.a. die Digitalisierung hat auch in Österreich einen neuen Boom der ITK-Branche ausgelöst. Kooperationspartner wie Banken und Versicherungen, Acceleratoren, eine wachsende VentureCapital-Landschaft und eine Verwaltung, die den technischen Neuerungen offen gegenüber steht fördern dem Standort. Mitunter ist Österreich sogar Vorreiter wie beim E-Government oder bei Krypotwährungen.

Fintech Week in Wien Artikel Screenshot

Als eine der Top fünf IKT-Metropolen Europas mit rund 5.800 IKT-Unternehmen die einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro jährlich erwirtschaften, hat Wien die Chance wahrgenommen, dieses Segment erfolgreich zu besetzen. Die „Vienna Region" (Wien, Niederosterreich und Burgenland) ist für gut zwei Drittel des gesamten Umsatzes der IKT-Branche in Österreich verantwortlich und lockt auch immer mehr einschlägige Start-ups an.

Fintech und Start-up Szene in Wien

In Österreich arbeitet zum Beispiel die Erste Group mit dem Fintech-Startup predictR zusammen, um ihre gruppenweite Innovationsstrategie voranzutreiben. Mit ihrer Banking-Plattform „George" will die Erst Group künftig Plug-ins von Drittentwicklern in ihr Angebot integrieren. Mit 4,7 Millionen Nutzern in bereits vier Ländern (Österreich, Tschechien, Slowakei, Rumänien) hat sich „George", das Online-Banking von Erste Bank und Sparkassen, zur größten länderübergreifenden Bankplattform im Mittel- und Osteuropa entwickelt. Schon in der Startphase im Jahr 2015 hatte die Bankengruppe stets betont, dass man George für externe Entwickler und Serviceanbieter öffnen wolle. Nun wird das Versprechen forciert und Drittanbieter aktiv zur Mitarbeit eingeladen. Erste Anlaufstelle dafür ist die neu gestaltete Webseite der George Labs.

Auch die österreichische Raiffeisenbank, die vor allem in Osteuropa sehr aktiv ist, geht in diese Richtung und eröffnete mit ihrem „Elevator Lab" bereits den zweiten Call, der Fintech Startups aus aller Welt anzieht. Das 2017 eröffnete Acceleratoren-Programm „Elevator Lab" , zielt auf die Bereiche Payments & Transactions, SME Banking, RegTech, Branch of the Future und Big Data Analytics. Weiters hat Raiffeisen einen CEE Fintech Atlas vorgestellt, der das Einzugsgebiet Wiens als erweitertes Ökosystem für Zentral- und Osteuropa präsentiert.

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Digitalisierung als Innovationstreiber- auch in Wien

Die Digitalisierung verändert die Finanzwelt von Grund auf, bricht alte Strukturen auf und ermöglicht gänzlich neue Geschäftsmodelle. Junge österreichische Finanzdienstleister und Startups aus aller Welt die sich in Wien niederlassen sorgen mit neuen Geschäftsideen und innovativer Technik für frischen Wind. Darunter Bitpanda, Bsurance, Cashpresso, N26, Kompany, um nur eine Handvoll zu nennen. Organisationen wie z.B. Bitcoin Austria, RIAT (Institute for Future Cryptoeconomics), das Blockchain Center Austria , ebenso wie die Wiener City of Blockchain-Initiative oder der Verein Fintech Austria unterstreichen die Rolle Österreichs – und insbesondere Wiens - im Fintech-Sektor.

Österreich wird europaweit auch als einer der Hubs fur Kryptowährungen angesehen, was nicht zuletzt zum Beispiel auf das „House of Nakamoto" in Wien oder das o. g. Wiener Unternehmen Bitpanda zurückzuführen ist, einem der größten „Cryptobroker" Europas. Der erste ICO (Inititial Coin Offering) nach österreichischem Recht hat im September 2017 stattgefunden als Herosphere „Hero" launchte. Auch der Linzer Accelerator Startup300 startet diverse Angebote rund um ICOs. Klassisches Venture Capital ist natürlich auch für Fintechs relevant und hier hat Österreich neben Match Maker Ventures und MEP Mobile Equity Partners vor allem mit dem Wiener Unternehmen Speedinvest einen weltweit relevanten Player, der bereits über ein umfangreiches, internationales Fintech-Portfolio verfügt und sich seit 2016/17 die Stellung als aktivster VC in Europa erarbeitet hat.

(Quelle: ABA – Invest in Austria)

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Weiterführender Link: Offizielle Homepage der Fintech Week


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