Der Immobilienmarkt in Berlin ist durch seine Dynamik im Fokus von Investoren. Nicolas Burmeister spiegelt die Situation in seinem Kommentar wider. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
27.04.2018 11:01 Uhr
IMMOBILIEN WIRTSCHAFT BERLIN

Nicolas Burmeister: Berliner Immobilienpreise im europäischen Vergleich

Berlin, 27.04.2018 11:01 Uhr (redaktion)

Der Berliner Immo­bi­li­en­markt bewegt sich seit Jahren nur in eine Rich­tung: nach oben. Der Unter­neh­mens­be­rater und Immo­bi­li­en­kauf­mann Nicolas Burmeister ist seit mehr als 15 Jahren auf dem Berliner Immo­bi­li­en­markt tätig und sieht das Ende der sprich­wört­li­chen Fahnen­stange noch lange nicht erreicht. Vor allem im Vergleich zu anderen euro­päi­schen Metro­polen gilt die deut­sche Haupt­stadt immer noch als Schnäpp­chen.

Berlin: Immobilien zu Schnäppchenpreisen

Als Immobilienexperte weiß auch Nicolas Burmeister um die vermeintlichen Nachteile einer so schnellen Preissteigerung, die jedoch durch die zahlreichen Vorteile aufgewogen werden. Auch, wenn die sogenannte Gentrifizierung in manchen Medien regelrecht verteufelt wird, sorgt das frische Kapital für eine enorme Dynamik und Weiterentwicklung der Stadt. 2017 wurden im Schnitt 4.547 Euro für einen Quadratmeter in der Hauptstadt ausgegeben, weiß Nicolas Burmeister. Drei Jahre zuvor waren es noch 2.700 Euro. Grundsätzlich ist festzustellen, dass große Wohnungen auch im Verhältnis teurer sind, als klein und neu gebauter Wohnraum naturgemäß mehr kostet als Altbauten. Wirft man einen Blick auf die einzelnen Stadtbezirke, so rangiert Mitte vor Friedrichshain-Kreuzberg an erster Stelle.

Immobilien Berlin Bauvolumen Statistik

Dynamik in ganz Europa

Doch steht Berlin mit dieser Preisentwicklung keineswegs allein. Das Statistikamt der Europäischen Union, Eurostat, hat 2017 die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, wonach Deutschland in puncto Preisentwicklung gerade einmal auf Rang 13 rangiert. Untersucht wurden die Preise für Wohnimmobilien im direkten Vergleich zu den Preisen für Konsumausgaben und vor allem in den Staaten Osteuropas sowie dem Baltikum aber auch im Nicht-EU-Staat Norwegen und Island stiegen die Immobilienpreise noch steiler an als hierzulande.

Immobilien - Berlin im europäischen Vergleich

Nicolas Burmeister weist darauf hin, dass Berlin als Hauptstadt des finanzkräftigsten und wirtschaftsstärksten Landes der EU nach wie vor günstigere Immobilien als nahezu jede andere Hauptstadt bietet. Einsame Spitze ist in diesem Bereich London, wo in Toplagen bis zu 75.000 Euro für einen Quadratmeter gezahlt werden. In der österreichischen Hauptstadt Wien liegen die Quadratmeterpreise zwischen 3.848 Euro im Bezirk Simmering und 13.429 Euro in der inneren Stadt und damit meist deutlich oberhalb von Berlin. In Paris wurden 2017 im Schnitt 8.800 Euro für einen Quadratmeter verlangt und in den italienischen Metropolen Rom, Venedig und Mailand wurden bereits 2016 Spitzenpreise zwischen 13.000 und 20.000 Euro für einen Quadratmeter Wohnfläche verlangt. Die Liste ließe sich noch beliebig erweitern und auch in Amsterdam, Brüssel, Madrid, Barcelona oder Dublin, in Stockholm, Kopenhagen, Oslo, Zürich und Genf werden deutlich höhere Preise als in Berlin verlangt, um nur einige Beispiele zu nennen.

Und die anderen deutschen Städte?

Deutlich höhere Preise als in Berlin werden aber auch in anderen deutschen Großstädten verlangt. 2017 reichte es für die Hauptstadt gerade einmal für den zehnten Platz, während München mit durchschnittlich 7.484 Euro pro Quadratmeter einsam vor Stuttgart (5.389 Euro) und Frankfurt am Main (5.110 Euro) lag. Auch kleinere Städte wie Freiburg, Ingolstadt, Rosenheim oder Erlangen landeten vor Berlin, ebenso wie Hamburg.

Nicolas Burmeister weist auch in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch in den genannten Städten hohe Dynamik herrscht und Berlins Aufholjagd möglicherweise noch nicht einmal richtig begonnen hat.

(Statistik: IBB Wohnungsmarktbericht 2017)
(Artikelfoto Haus: ARAG SE)

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