Das Baumot Group Technologieunternehmen Twintec GmbH aus Königswinter bietet Nachrüstungen zur Abgasreinigung an. Die Aktie der Baumot Group könnte vom Thema Diesel-Fahrverbot profitieren. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
01.08.2017 09:23 Uhr
AKTIEN IN DER AUTOBRANCHE

Automobil: Baumot Group Tochter Twintec profitiert vom Thema Abgasreinigung

Düsseldorf, 01.08.2017 09:23 Uhr (Frank Schulz)

Die Aktie der Baumot Group, Anbieter im Bereich der Abgas­nach­be­hand­lung mit seiner Twintec Tech­no­logie GmbH aus Königs­winter, profi­tiert aktuell von der Diskus­sion zur Diesel-Abags­rei­ni­gung.

Informationen zum Autor:
Redaktion seit 2007 und Gründer von FMM-Magazin. Erfahrungen in der Finanzindustrie seit 2003 u.a. bei Gruner + Jahr (Financial Times Deutschland) und der OnVista Group.

Die Baumot Group AG bietet Produkte im Bereich der Abgasnachbehandlung an. Diese Produkte und Dienstleistungen setzt Baumot branchenübergreifend in den Geschäftsfeldern OEM (Erstausrüstung), Retrofit (Nachrüstung) und Aftermarket (Ersatzteile) ein. Zu den Branchen zählen insbesondere On-Road (z.B. Pkw, Lkw sowie Busse) und Off-Road (z.B. Baumaschinen, landwirtschaftliche Maschinen oder stationäre Anlagen).

Baumot Group Twintec Systeme

Mit dem sogenannten BNOx System hat die Twintec Tech GmbH (Baumot Group) eine Nachrüstlösung, welche Stickoxide unter realen Bedingungen (RDE1) um über 90 Prozent reduzieren kann. Die damit erreichten Emissionswerte von nachgerüsteten Fahrzeugen ab der Schadstoffklasse EURO 2 sollen unter realen Bedingungen besser sein als jene der aktuellen EURO 6 Kategorie.

Hintergrund zum Thema Nachrüstung von Abgasreiningungsanlagen

Das Verwaltungsgericht Stuttgart bezeichnete in seinem Urteil vom 28. Juli 2017 den Luftreinhalteplan des Landes als unzureichend und verlangt schnellstmögliche Maßnahmen für eine bessere Luftreinhaltung. Die bisher von den Automobilherstellern geplante Software-Nachrüstung von Diesel-Pkw werteten die Richter als nicht ausreichend. Die Software-Nachrüstung brächte nicht annähernd dieselben Effekte wie ein Fahrverbot.

Reine Software-Lösungen bei Euro 5- und Euro 6-Dieselfahrzeugen sind nach Ansicht des Klägers, der Deutschen Umwelthilfe (DUH), sowie nach Ansicht vieler unabhängiger Experten ungeeignet, um eine ausreichende Absenkung der zu hohen Luftbelastung durch das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid in deutschen Städten sicherzustellen. Die DUH fordert daher Fahrverbote für alle Dieselfahrzeuge, die den Euro 6-Grenzwert von 80 mg NOx/km auf der Straße überschreiten.

Auf Basis des BNOx Systems von Baumot argumentierte die DUH, dass es technisch möglich sei, Euro 5- und Euro 6-Dieselfahrzeuge durch den Austausch der Abgasreinigungsanlage so sauber zu machen, dass diese Fahrzeuge bedenkenlos in die Innenstädte einfahren können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf circa 1.500 Euro bei Diesel-Pkw, die nach Ansicht der DUH vollständig vom Hersteller aufgebracht werden müssen.

Stichwort Blaue Plakette

Die geforderte Nachbesserung des Luftreinhalteplans ist nach Ansicht des Verkehrsministers Hermann (Baden-Württemberg) durch die Einführung einer „Blauen Plakette“ in Kombination mit einer Modernisierung des ÖPNV möglich. Die „Blaue Plakette“ sieht vor, dass Diesel-Pkw mindestens die gesetzlich vorgeschriebenen Euro 6-Emissionsgrenzwerte einhalten müssen. Dies kann nach Angaben der Twintec Tech GmbH mit dem BNOx System, das bereits in anderen Ländern erfolgreich in großen Nachrüstprojekten eingesetzt wird, auch unter realen Bedingungen erreicht werden. Da bei einer BNOx Nachrüstung Großserienkomponenten genutzt werden, sind Haltbarkeit und Verfügbarkeit bei einem Einsatz in Deutschland gewährleistet. Mit dem BNOx System könnten somit die Stickoxidgrenzwerte der Dieselfahrzeuge unter realen Bedingungen eingehalten und die Grenzwertüberschreitungen in Großstädten vermieden werden.

Was letztlich an Lösungen umgesetzt wird, soll der Diesel-Gipfel am morgigen 02. August herausfinden. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks plädiert für die Nachrüstung. Jedoch sollen die Kosten der Abgasreinigungsnachrüstung ihrer Meinung nach nicht vom Autobesitzer getragen werden, sondern von den jeweiligen Autoherstellern.


(Quellen: Deutsche Börse AG / cometis AG / Baumot Group / Twintec Technologie GmbH)

 

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