Die anhaltend niedrigen Zinsen hinterlassen Spuren bei der Bereitschaft der Bundesbürger zur Altersvorsorge. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
14.10.2013 12:28 Uhr
STRATEGIE ZUR ALTERSVORSORGE

Postbank Studie: Deutsche verändern Anlagestrategie zur Altersvorsorge

Bonn/Düsseldorf, 14.10.2013 12:28 Uhr (Finanzredaktion)

Immo­bi­lien und die Betrieb­liche Alters­vor­sorge sind die bevor­zugten Absi­che­rungen für die Rente. Nied­rige Zinsen lassen die Lebens­ver­si­che­rung und Fonds im Ansehen stark sinken. Insge­samt stagniert sogar die Bereit­schaft zur Alters­vor­sorge, obwohl die Angst vor Alter­s­armut signi­fi­kant steigt.

Seit 2003 ist der Kreis der Berufstätigen, die nicht vermehrt vorsorgen wollen, um fast 60 Prozent gewachsen - auf den bisher höchsten in zehn Jahren gemessenen Stand. Zugleich wird auch der Ruf nach stärkerer staatlicher Unterstützung beim Eigenheimerwerb laut. Fast 40 Prozent der Berufstätigen fordern dies.

Gut zwei Drittel aller Deutschen geben an, ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als "ideale Form der Alterssicherung" zu sehen. Denn das Eigenheim wird inzwischen auch als rentabelste und sicherste Form der privaten Vorsorge wahrgenommen. Andere Anlagen wie etwa Lebensversicherungen haben dagegen, insbesondere durch die Niedrigzinsphase, stark an Ansehen verloren.

Postbank

Sorgen im Alter

Sorgen um das Auskommen im Alter sind in breiten Bevölkerungskreisen präsent. So glauben mehr als drei Viertel aller Deutschen, dass heute schon viele Menschen von Armut im Alter betroffen sind. Noch mehr, nämlich 89 Prozent, sehen Altersarmut künftig weiter zunehmen. Mit einer Drei-Viertel-Mehrheit wird daher von der Politik gefordert, hier gegenzusteuern. Und zwei von drei Deutschen halten es auch für falsch, die Rentenbeiträge, trotz der aktuellen Überschüsse in der Rentenkasse, zu kürzen.

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Als "ideale Form der Alterssicherung" sieht inzwischen mehr als die Hälfte aller Berufstätigen eine betriebliche Altersversorgung (bAV). Seit 2003 hat sich die Beliebtheit damit kontinuierlich und um insgesamt mehr als ein Drittel gesteigert. Auch eine gesetzliche Pflicht für jeden Arbeitnehmer zum Abschluss einer bAV wird mit deutlicher Mehrheit nun gefordert. Insbesondere in Ostdeutschland sind Ansprüche aus einer bAV laut Studie noch selten.

West-Ost Achse
Prekär zeigt sich die Lage in Ostdeutschland. Mehr als jeder vierte Berufstätige glaubt dort schon, sich im Alter aus eigenen Mitteln nicht finanzieren zu können. Das sind zwei Drittel mehr als etwa vor fünf Jahren und doppelt so viele, wie aktuell in Westdeutschland. Doch obwohl sich deutlich mehr im Osten unzureichend über Vorsorgemöglichkeiten informiert fühlen als im Westen, ist das Interesse an mehr Informationen zum Thema hier inzwischen noch geringer als im Westen. Vor zehn Jahren war das noch umgekehrt.

(Quelle: Postbank AG)
(Artikelfoto: Rainer Sturm / pixelio.de)

 

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