Sage Investitions-Atlas analysiert ITK-Ausgabeverhalten deutscher Mittelständler. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
03.02.2011 11:38 Uhr
ITK INVESTITIONSSTUDIE MITTELSTAND

Deutscher Mittelstand hat ITK-Budgets im Jahr 2010 deutlich angehoben

Frankfurt/Main, 03.02.2011 11:38 Uhr (Wirtschaftsredaktion)

Sage Inves­ti­ti­ons-Atlas analy­siert ITK-Ausga­be­ver­halten deut­scher Mittel­ständler. Die reprä­sen­ta­tive Studie analy­siert das Ausga­be­ver­halten von mittel­stän­di­schen Unter­nehmen in 87 Regionen Deutsch­lands.

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010 von rund 3,6 Prozent schlägt sich auch auf die Investitionen mittelständischer Unternehmen in Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) nieder. Im vergangenen Jahr stieg das Volumen um gut 2 Prozent, nachdem es im Jahr zuvor um rund 2,5 Prozent gefallen war.

Der bundesweite Durchschnitt an jährlichen Ausgaben in ITK stieg damit 2010 auf 1.900 Euro pro Arbeitsplatz, hat jedoch den Wert von vor 2009 (2008: 1.910 Euro) noch knapp verfehlt.

Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Investitions-Atlas der Sage Software GmbH, der durch Befragung von rund 2.500 mittelständischen Unternehmen durch das Marktforschungsunternehmen techconsult erstellt wurde.


 

Im Dreijahresvergleich ergibt sich jedoch nach wie vor eine Stagnation bei den ITK-Ausgaben. Dies spiegeln auch die Zahlen im BITKOM-Index 2010 wider, der jährlich für alle bundesdeutschen ITK-Unternehmen ermittelt wird (BITKOM Jahrespressekonferenz 2010).


 

Deutsche Investitionslandkarte
Im Vergleich der Bundesländer konnte Hessen den bundesweiten Spitzenplatz nach 2008 und 2009 auch im Jahr 2010 behaupten, mit einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 2.008 Euro. Großer Aufsteiger 2010 war Baden-Württemberg, das mit einer durchschnittlichen Investition von 1.956 Euro vom fünften auf den dritten Rang kletterte und damit Bayern (1.951 Euro) verdrängte. Der beste Aufsteiger des Vorjahres Hamburg/Schleswig-Holstein konnte seinen zweiten Platz mit 1.966 Euro behaupten. Dabei profitiert Schleswig-Holstein aufgrund der räumlichen Zuordnung zu Hamburg sehr stark von den überdurchschnittlich hohen Investitionen in der Hansestadt. Am Schluss der Bundesländer-Rangliste ist es Sachsen nicht gelungen, den letzten Rang zu verlassen, obwohl vier der fünf Regionen sich gegenüber 2009 verbessern konnten – am deutlichsten Leipzig mit 20 Plätzen. Mit einer durchschnittlichen Investitionssumme von lediglich 1.794 Euro pro Arbeitsplatz bleibt der Freistaat Schlusslicht im Ranking. Mittelständische Unternehmen in Hessen geben somit rund 214 Euro mehr für ihre IT- und Telekommunikationsinfrastruktur pro Arbeitsplatz aus als jene in Sachsen.

Größter Posten bleibt Services
Bei der Verteilung der Ausgaben gibt es keine großen Überraschungen bei den Unternehmen unter 500 Mitarbeitern. Im Jahr 2010 gaben sie 36,6 Prozent des ITK-Budgets für Services, d.h. Dienstleistungen wie Beratung und Training aus. 2009 waren es 36,7 Prozent. 29,7 Prozent aller Ausgaben entfielen auf Software (2009: 29,1 Prozent), 21,8 Prozent auf Hardware (2009: 22,0 Prozent). Der kleinste Anteil aller Ausgaben wurde in Kommunikations-Equipment investiert, nämlich 11,9 Prozent, gegenüber 12,1 Prozent im Jahr 2009.

Rankings

Hintergrund
Die Daten für den Sage Investitions-Atlas ITK wurden aus der Techconsult Regional-Grundgesamtheit (Quelle DeStatis: Statistik Regional) sowie aus dem eAnalyzer* von techconsult errechnet. Die repräsentative Stichprobengröße betrug rund 2.500 Unternehmen in der Größenklasse 1 bis 499 Mitarbeiter, die per Telefoninterview mit IT-Entscheidern wie Geschäftsführer, IT-Leiter, CIOs etc. ermittelt wurden. Der Analysezeitraum war das erste Halbjahr 2010. Die Werte wurden zusätzlich mit einem Regionalfaktor gewichtet, der die regionalen Differenzen des ITK-Ausgabeverhaltens widerspiegelt und sich aus den Dimensionen Wirtschaft, Bildung und Raumdichte zusammensetzt (Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: INKAR). Berücksichtigt wurden Ausgaben aller Sektoren.

(Quelle: Sage Software GmbH)
*Der eAnalyzer (www.eanalyzer.biz) ist ein Web-gestütztes Werkzeug zum Abruf von Marktkennzahlen ("quantitativer Content") und Berichten/Studien ("qualitativer Content") aus den Datenbeständen von TechConsult.

 

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