Regionales Gründungsgeschehen: Berlin und Hamburg liegen vorne
Bonn/Düsseldorf, 14.12.2012 10:44 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Insgesamt sind Unternehmensgründungen in Deutschland im Jahr 2011 rückläufig. Sie sind aber wichtig, denn sie verändern die Unternehmenslandschaft in einer Region und sind Ausdruck eines attraktiven Wirtschaftsumfelds. Lesen Sie, welche Regionen im Ranking aufgestiegen sind und welche abgerutscht sind.
Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) bildet das regionale Gründungsgeschehen im sogenannten "NUI (Neue Unternehmerische Initiative) Regionenranking" ab. Als neue unternehmerische Initiative in einer Region werden nicht nur Existenzgründungen, sondern auch Betriebsgründungen, Übernahmen und Zuzüge von Gewerbebetrieben sowie Aufnahmen einer gewerblichen Nebenerwerbstätigkeit herangezogen.
Der NUI-Indikator gibt an, wie viele Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region im entsprechenden Jahr neu angemeldet wurden. Durch die Bildung einer Rangordnung vom höchsten NUI-Indikatorwert zum niedrigsten ergibt sich das NUI Regionenranking.
Ergebnisse Bundesländer
Eingebüßt haben die Bundesländer Saarland, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen. Aber auch in Bayern ist der NUI-Indikator um mehr als elf Punkte, und damit etwas stärker als im Bundesdurchschnitt, zurückgegangen.
Hamburg und Bremen hielten sich dagegen vergleichsweise stabil.
Ergebnisse Städte und Gemeinden
Offenbach a. M. hält zum sechsten Mal in Folge ihren Spitzenplatz im NUI Regionenranking. Erst mit großem Abstand folgen die Stadt Frankfurt a. M. und der Landkreis München. Die Stadt Düsseldorf sowie die bayerischen Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Fürstenfeldbruck rückten 2011 in die Spitzengruppe auf.
Zu den Top 20 im NUI Regionenranking zählen nach wie vor elf Kreise und kreisfreie Städte aus Bayern (u. a. die Landeshauptstadt München und ihr Umfeld), sechs aus Hessen (Frankfurt a. M. und die benachbarten Kreise und kreisfreien Städte), zwei kreisfreie Städte aus Baden-Württemberg (Baden-Baden und Mannheim) und im Jahr 2011 neu mit Düsseldorf die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt.
Die Schlusslichter im NUI Regionenranking (5 % der Kreise und kreisfreien Städte mit den niedrigsten NUI-Werten) konzentrieren sich in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen (je sieben Kreise bzw. Landkreise) sowie Brandenburg (drei Landkreise). Aus Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Kreise und aus Niedersachsen ist weiterhin eine Region in der Schlussgruppe mit den niedrigsten NUI-Indikatorwerten vertreten.
Eine Liste mit allen Kreisen und Städten kann hier im Internet herunter geladen werden (externer Link; pdf-Datei).
(Quelle: IfM Bonn)

Wirtschaft Forschung
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