Europäische Small- & Mid-Caps waren in den vergangenen drei Jahren risikoärmer als Large Caps bei gleichzeitiger Outperformance der Nebenwerte über die letzten 10 Jahre. Das Praxismagazin für Finanzthemen Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

 
 
04.08.2016 12:24 Uhr
SMALL AND MID-CAPS AKTIENKURSE

Small und Mid-Caps Studie von La Financière de l'Echiquier und MiddleNext

Paris/Düsseldorf, 04.08.2016 12:24 Uhr (Gastautor)

Inter­essante Ergeb­nisse einer aktu­ellen Studie. An den euro­päi­schen Börsen haben in den vergan­genen zehn Jahren die kleinen und mitt­leren Unter­nehmen (Small& Mid-Caps) eine deut­lich bessere Kurs­ent­wick­lung als die großen Firmen (Large-Caps) gezeigt.

Allerdings war in den vergangenen drei Jahren ein bis dahin nie dagewesenes Phänomen zu beobachten: die Volatilitätsniveaus der Small & Mid-Caps und der Large Caps haben sich umgedreht. Die Aktien großer Firmen zeigten mit durchschnittlich 13 Prozent eine höhere Volatilität als die Aktien von kleineren und mittleren Firmen. Zudem war der Maximum Drawdown, also der maximal kumulierte Verlust in dieser Zeit bei Large-Caps mit durchschnittlich -13 Prozent höher als bei Mid-Caps (‐11 Prozent), Small‐Caps (‐8 Prozent) oder Micro‐Caps (‐7 Prozent).

Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie der französischen Fondsboutique La Financière de l`Echiquier (LFDE) und dem Forschungsinstitut MiddleNext, die jährlich die wichtigsten Trends der europäischen Börsenlandschaft zu Unternehmen mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung sowie deren Dynamik und Herausforderungen analysiert.

La Financiere de LEchiquier Small Mid-Caps Performance

(Quelle: La Financière de l`Echiquier. Performance von STOXX Europe Large 200, Europe Mid 200 und Europe Small 200.)

Weitere Ergebnisse:
  • Im Vergleich zu Frankreich und Großbritannien zeigten die deutschen Mid‐Caps die beste Kursentwicklung, allerdings auch die höchste Volatilität dieser drei Länder.
  • Der in den vergangenen zwei Jahren zu beobachtende starke Rückgang börsennotierter Gesellschaften ist zwar vorbei, das Segment der Micro‐Caps schrumpft jedoch weiter. Dadurch altert die Börse.
  • Großunternehmen waren noch nie so zahlreich und ihre weltweite Marktkapitalisierung noch nie so hoch (10 Billionen EUR). Die gesamte Marktstruktur wird weiterhin Large‐Caps begünstigen.
  • Das Risiko, dass ein gesunder Wechsel zwischen den Segmenten zum Erliegen kommt, bleibt auf lange Sicht vollständig bestehen, wenn die Zahl der Börsengänge für Micro‐ und Small‐Caps nicht deutlich höher ausfällt.

Alterungsprozess des europäischen Aktien-Universums setzt sich fort

„Die aus der Börsenlandschaft kommende Unterstützung für Start-Ups nimmt weiter ab. Dabei war sie noch nie so wichtig wie heute. Die Konjunktur begünstigt Börsengänge keineswegs, doch sie sind entscheidend“, erklärt Caroline Weber, Generaldirektorin von MiddleNext. „Es wäre sinnvoll, die auf den kleinen und mittleren Unternehmen lastenden Kosten zu verringern und günstigere Bedingungen für eine Börsennotierung zu schaffen.“

„Die Alterung der Börse ist Realität und das Versiegen ihrer Quelle ist eine schlechte Nachricht, da Small‐ und Mid-Caps den Märkten, Anlegern und Sparern bedeutenden Wohlstand bringen“, sagt Didier Le Menestrel, CEO von La Financière de l’Echiquier.„Es ist daher äußerst wichtig, konkrete und leicht umsetzbare Lösungen zu formulieren, um europäische Ersparnisse wieder in Small‐ und Mid-Caps fließen zu lassen. Die Schaffung eines europäischen Instruments für die langfristige Altersvorsorge würde stark dazubeitragen.“

Die vollständige Studie von La Financière de l`Echiquier und MiddleNext steht als pdf-Datei kostenlos zur Verfügung.

Disclaimer

Veröffentlichungen und Mitteilungen über Finanzprodukte und Kapitalmarktanalysen dienen der Informationsgebung, entweder durch Dritte oder durch eigene Beschreibungen. Die hier aufgeführten Äußerungen, Analysen und Produktbewertungen sind ausschließlich Meinungen und Ansichten des Herausgebers bzw. Produktgebers. FMM-Magazin.de führt keine Finanzberatung durch, ruft nicht zum Erwerb oder zum Verkauf von Anlageprodukten oder Wertpapieren auf. Interessierte Anleger sollten sich grundsätzlich Emissions-/Produktprospekte genau anschauen. Die Aufsichtsbehörde für das Versicherungs- und Finanzwesen ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn.

 

  • Börse
  • Studien
 
Artikel »   Drucken Versenden

 


Kommentar schreiben »



Kommentar:
Bei einer Antwort möchte ich per Email benachrichtigt werden an
      meine Emailadresse: (wird nicht veröffentlicht)

Bitte übertragen Sie die dargestellte Zeichenfolge in das rechte Feld:

* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.

 

Weitere Artikel zum Thema:

nach oben
Schnelleinstieg in die Kategorien ...
Finanzen Special - Konto und Depot
Experten aus Hochschule und Forschung
Aktuelle Artikel aus der Rubrik Markt & Meinungen
Marktkommentare von der Frankfurter Börse
Prognosen und Trends
Auswahl Branchen-Analysen
Europa News
Besondere Aufmerksamkeit aus unserem Leserkreis...
Redaktionelle Artikel, die Interessenten am meisten lesen...

Los geht´s...
Finanz-x-press
Abonnieren Sie den Finanzen Markt & Meinungen Newsletter:
 

 
Finanzen Markt & Meinungen - Das Praxismagazin für Finanzthemen
Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.

Portalsystem 2018 © FSMedienberatung
Contentservice: Javascript Newsticker für Ihre Internetseite RSS Feed XML 0.9
0,728 Sek.