Studie: Arbeitslosigkeit steigt um 14000 Menschen pro Grad Frost
Nürnberg, 04.02.2015 11:31 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg haben festgestellt, das jedes Grad Frost im Januar die Arbeitslosigkeit um 14.000 Personen ansteigen lässt.
Laut IAB gibt es eine geringere Arbeitslosigkeit, wenn die Durchschnittstemperatur oberhalb des Frostbereichs liegt. Dann gibt es 4.000 weniger Arbeitslose. Dieser Effekt tratt aktuell im Januar 2015 auf, der von milden Temperaturen geprägt war.
Im Jahresverlauf zeigen sich üblicherweise saisonbedingte Schwankungen in den Arbeitslosenzahlen, die in den Arbeitsmarktstatistiken durch Saisonbereinigungsverfahren berücksichtigt werden. Die Autoren der Studie haben nun untersucht, wie ein besonders harter oder besonders milder Winter auf den Arbeitsmarkt wirkt.
Abeitslosigkeit und der Schnee
Von Dezember bis April sind je nach Monat unterschiedliche Wetterfaktoren entscheidend. Im Dezember und Januar ist es die Temperatur, von Februar bis April dann der Schnee. Eine ein Zentimeter höhere Schneedecke bedeutet im Februar durchschnittlich 3.400 Arbeitslose mehr, im März 4.000.
In einem vollkommen schneefreien Februar würde die Arbeitslosigkeit um 15.000 Personen sinken, im März um 14.000. Im Verlauf von vier Monaten nach einer besonderen Wetterlage gehen die Effekte am Arbeitsmarkt aber wieder zurück.
Einzelne Branchen sind der Witterung in sehr unter schiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Vor allem das Baugewerbe und der Bereich Land und Forstwirtschaft, Fischerei sind in ihrer Beschäftigungsentwicklung vom Wettergeschehen im ersten Quartal eines Jahres betroffen. Harte Winter führen hier zu vorübergehenden Beschäftigungsrückgängen.
(Quelle/Material: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB))
(Foto: Copyright by SchulzPhotographie)

Arbeitsmarkt Wirtschaft
* Bitte halten Sie sich an die Netikette und vermeiden persönliche Anschuldigungen, Beleidigungen und Ähnliches. Verbreiten Sie außerdem keine Unwahrheiten, Vermutungen, Gerüchte sowie rufschädigende oder firmeninterne Informationen. Beachten Sie die Rechte Anderer und urheberrechlich geschützter Quellen. Bei rechtlichen Verstößen haften Sie in vollem Umfang. Aus diesem Grund sind wir gezwungen, Ihre IP-Adresse und Ihren Provider zu speichern. Mit dem Speichern Ihres Kommentars erklären Sie sich mit diesen Regelungen einverstanden.
- BaFin ordnet Moratorium bei der North Channel Bank an
- Finanzen News | Robert Halver Analyse zum Aktienmarkt
- Konzept der EU zum Ausbau der erneuerbaren Energie
- EU schafft Regeln für autonomes Fahren und Fahrerassistenzsysteme
- Börse News | Hellman & Friedman bietet EUR 460,00 je zooplus AG Aktie

Onlineausgabe des Printmagazins Finanzen Markt & Meinungen.
Portalsystem 2025 © FSMedienberatung