Tipps für CEOs: Recherchegewohnheiten von Wirtschaftsjournalisten
Wiesbaden/Düsseldorf, 19.05.2014 11:20 Uhr (Wirtschaftsredaktion)
Die Kommunikation zwischen Journalisten und Vorständen ist abhängig von dem Verständnis untereinander. Was erwarten die Medien von Interviews? Eine Studie der cometis AG und des globalen Agenturnetzwerks Public Relations Global Network (PRGN) gibt Aufschluss.
Die europäischen PRGN-Mitglieder – insgesamt hat PRGN 47 Mitglieder auf 6 Kontinenten – untersuchten die Erwartungen und Anforderungen von Journalisten im Zusammenhang mit CEO-Interviews im Rahmen einer englischsprachigen Onlineumfrage. Umfrageteilnehmer waren 165 Wirtschaftsjournalisten aus insgesamt 14 europäischen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien, die Schweiz und acht weiteren Staaten.
Kernaussagen:
- Top-Recherchequellen für Journalisten: Geschäftsberichte (64%), Pressemitteilungen (59%) sowie vergangene Berichterstattung (58%). Social Media landeten auf Platz 10 (16%).
- Bevorzugte Orte von Journalisten für CEO-Interviews: Unternehmenssitz oder Produktionsstandort (67%), Restaurants/Bars (55%) und telefonische Interviews (53%).
- Wichtigste Erwartungen von Journalisten an CEOs: Umfassende Kenntnis seines Unternehmens und des Marktes (92%), Persönlichkeit (86%) sowie Track Record/Leistung (72%).
- Zentrale „No-Go’s“ für CEO-Interviews: arrogantes Verhalten (75%), Nichtbeantworten kritischer Fragen (73%) sowie inhaltslose und unkonkrete Statements (62%).
- Journalisten teilweise verhandlungsbereit: 41% der Journalisten sind grundsätzlich bereit, Zitate und Texte abzustimmen; 21% der Journalisten würden auch den gesamten Artikel abstimmen, je nach Beziehung zum Unternehmen oder zur PR-Agentur.
1. Kennen Sie Ihre Investoren- und PR-Dokumente.
2. Seien Sie gut informiert über die Medienberichterstattung über Ihr Unternehmen und Ihre Person.
3. Bieten Sie Journalisten ein Treffen in Ihrem Büro an.
4. Zeigen Sie Ihre fundierten Kenntnisse über Ihr Unternehmen und seien Sie sich im Klaren darüber, dass Ihre Persönlichkeit einen großen Einfluss auf die Beurteilung durch die Medien hat.
5. Seien Sie bescheiden, offen und sachlich.
6. Respektieren Sie die Spielregeln in Bezug auf die Unabhängigkeit der Medien – diese sind von Land zu Land unterschiedlich.
Michael Diegelmann, Vorstand der cometis AG, kommentierte die Umfrageergebnisse: „Unternehmensvorstände – das sehen wir immer wieder – haben häufig nur geringe Kenntnisse über die Arbeitsweise von Journalisten. Gleichzeitig aber wollen sie eine möglichst positive Berichterstattung über sich und ihr Unternehmen erreichen."
(Quelle: cometis AG)

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